
Hof (Kreisfreie Stadt)
Info-Box
Tourist-Information Hof
Ludwigstraße 24
95028 Hof
09281-815-7777
touristinfo@stadt-hof.de
www.hof.de
Ca. 47.000 Einwohner
Hier die Links zur virtuellen Wanderung auf dem Jean Paul-Weg.
Hof gehört zur „Wegstrecke 1: Joditz bis Hof“ (entlang der Saale) & zur „Wegstrecke 2: Hof bis Schwarzenbach (Saale)“
& hier der Link zu A-Z, 8 Lokale Jean Paul-Rundwege zum Jean Paul-Weg Oberfranken: Hof
Hof – „in Bayern ganz oben“
Hof hat – wenn man so herumfragt – mehr das Image einer Industriestadt und gilt unter den regionalen Ausflugszielen touristisch als nicht so attraktiv. Auch der blaue Himmel verdeckt sich hier vielleicht öfter als anderswo . . . Und bei unserem Dichter Jean Paul, der dort seine Jugendjahre verbrachte, kommt die Stadt – aus anderen Gründen (Armut und Ausgegrenztsein) – nicht besonders gut weg.
ABER: Hof liegt an der Saale, ist die 2. Etappe auf dem Jean Paul-Weg Oberfranken (von Joditz kommend), hat seinen eigenen Untreusee vor den Toren der Stadt – UND, schauen wir genauer hin: Es stimmt nicht!
Kirchen & Museen – Nicht nur bei „schlechtem Wetter“ überaus lohnend
Lorenzkirche
Die Pfarrkirche St. Lorenz in der Lorenzstr. 49 – in parkähnliches Grün eingebettet – ist uns vertraut, denn sie gehört ohnehin schon zum Jean Paul-Rundweg in Hof , Warum? An der Kirchmauer links vom Eingang entdecken Sie eine Bronzetafel, auf der ein Jean Paul-Zitat an Jean Pauls Mutter erinnert, deren Grab – „als grüner Fleck“ – einst hier auf dem Friedhof war. Da die Kirche im Sommerhalbjahr täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet ist, können Sie sich als Wanderer dort ausruhen. Sie ist sehr alt und war v.a. im 17. und 18. Jh. reich ausgestattet, wurde aber mehrfach zerstört und – nachdem sie im 19. Jh. sogar als Lazarett diente – klassizistisch rekonstruiert und auch im 20. Jh. erneuert. Von der kostbaren früheren Ausstattung sind vor allem die Tafelbilder des spätgotischen Hertnidaltars (um 1480) zu erwähnen, auf denen u. a. Kaiserin Kunigunde & Kaiser Heinrich mit dem Modell des Bamberger Doms dargestellt sind.
Die Kirche ist nicht mehr so häufig geöffnet, man kann aber im Pfarramt nach dem Schlüssel fragen.
MEHR dazu im Kirchenführer Nr. 21 des Markgrafenkirchen e. V.
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Hospitalkirche
Die Hospitalkirche – Unteres Tor 11a – ist 1,6 km (ca 20 Geh-Minuten) von St. Lorenz entfernt und außen völlig unscheinbar, da 1838 neugotisch „vereinfacht“. Innen ist sie eine unglaubliche Überraschung mit kostbaren Kunstwerken vor allem aus dem 16. & 17. Jh. Gut wer ein Fernglas dabei hat, denn allein die Bilderbibel-Decke mit 90 Gemälden vom Hofer Star-Maler der Zeit Heinrich Andreas Lohe (1688) ist eine solche Besonderheit. Der kostbare spätgotische Marienaltar von 1511 – aus der Michaelskirche übernommen – wurde auch in Luthers Zeiten geschätzt. Und das hölzerne Epitaph mit der Krankenheilung im Teich Bethesda aus dem 17. Jh. erinnert zugleich an die Hospitalgeschichte und ihre Bestimmung. Auffallend auch die Schlange, die sich um Jesu Kreuz über der Kanzel windet, sie ist häufiger als Symbol und Gleichnis aus AT und NT in Markgrafenkirchen zu finden, hier aber besonders groß und auffallend.
Im Übrigen ist auch die sehenswerte St. Michaelis-Kirche nur ein paar Schritte entfernt.
Foto rechts: PantheraLeo1359531*
Die Hospitalkirche ist die Woche über meist geöffnet, wenn nicht, darf man beim Pfarramt nebenan läuten. Als Ersatz für den vielleicht zu kurzen Besuch kann man dort eine Doppel-CD erwerben, die wie eine Webseite funktioniert und uns alle Schätze face to face erinnert. Kontakt oben rechts auf der CD.
Die einzelnen Tafeln der Kassettendecke sind nun auch auf der Webseite der Kirche zu finden www.hospitalkirche-hof.de.
MEHR dazu im Kirchenführer Nr. 20 des Markgrafenkirchen e. V. Fotos unten: Karla Fohrbeck
Museum Bayerisches Vogtland
Im historischen Hospitalgebäude präsentiert das Museum Bayerisches Vogtland eine eindrucksvolle Sammlung zur Stadt- und Kulturgeschichte Hofs. Es zeigt beeindruckende Zeugnisse von regionalem Handwerk und Gewerbe und geht auf die Entwicklung der Textilindustrie ein. Möbel und Hausrat vermitteln einen Eindruck von der Wohnkultur im 19. Jahrhundert. Die Ausstellung zur Stadtgeschichte wird seit Januar 2012 durch die beachtenswerte Abteilung „Flüchtlinge und Vertriebene in Hof“ ergänzt.
Zum Museum gehört auch eine umfangreiche naturkundliche Abteilung mit Präparaten von Säugtieren, Vögeln, Reptilien, Amphibien und Pilzen, die die faszinierende heimische wie europäische Tier- und Pflanzenwelt repräsentiert.
Angegliedert an das Museum ist das Reinhart-Cabinett mit Zeichnungen des Malers Johann Christian Reinhart.
Kontakt: Sigmundsgraben 6, 95028 Hof | 09281-8152700 | museum@stadt-hof.de | www.museum-hof.de

Foto: Touristinfo Hof
3 schöne Parks – vor allem bei „gutem Wetter“ ein eigener Ferientag
Der Theresienstein
(am Stadtrand von Hof, dennoch vom Zentrum her gut zu erreichen) ist der älteste, von Bürgern angelegte Park Bayerns. Am Fuße des Berges befinden sich ein großer Kinderspielplatz und viele Ruhebänke. Steile, aber schattige Wege und etliche Treppen führen den Berg hinauf. Der Stadtlärm verliert sich. Ab und zu hört man Tierlaute aus dem nahe gelegenen Kleintierzoo oder vom Reitverein.
Gleich am Eingang des weitläufigen Parks liegt das Haus Theresienstein, mit üppigen Blumenrabatten und Fernblick. In den Sommermonaten kann man an den Sonntagen kostenlosen Mittagskonzerten lauschen. Dann ist der ‚Stein‘, wie die Hofer ihren Park nennen, auch bewirtschaftet. Wanderer, Jogger, Spaziergänger, Radler u. w. sind hier jeden Tag bis in die Abendstunden anzutreffen. Etwas weiter seitwärts lädt ein ruhiger Weisheitstempel zur Meditation ein.
Hier am Labyrinthberg wurde 1877 zu Ehren von König Ludwig I eine künstliche Burgruine errichtet, in der der Torbogen des 1743 abgebrannten Hofer Schlosses Verwendung fand. Das traditionelle Mittelalter-Wochenende – mit Gauklern, Feuerschluckern, ritterlichen Schaukämpfen, altem Handwerk und selten gewordenen Instrumenten sowie einem eigens dafür gebrauten „Hunnenbier“ gibt es leider nicht mehr.
Den 16 m hohen Turm der alten Burgruine kann man übrigens besteigen. 70 Steinstufen führen auf eine Aussichtsplattform, die die umgebenden Parkbäume zwar nur knapp überragt, aber doch einen weiten Ausblick auf die Stadt Hof erlaubt – bei klarer Sicht sogar bis ins Fichtelgebirge und ins sächsische Land
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Foto: PantheraLeo1359531*
Der Botanische Garten – (Alte Plauener Str. 16, 95208 Hof an der Saale, Tel. Tourist-Info 09281-815-7777)
. . . in Hof ist ein „gartenbauliches Denkmal“ im Theresienstein-Park. Er verzaubert den Besucher vom ersten Moment an durch die Schönheit der Anlage mit all den Bäumen, Sträuchern, Stauden, Kräutern, Heilpflanzen und Blumen. Jedem Interessierten an Natur und Pflanzen wird ein Besuch dort empfohlen! Aber er ist auch eine „Oase der Ruhe“ –vor allem am Goldfischteich mit seinem unermüdlichen Wasserspiel. Seit der Landesgartenschau 1994 ist er ein von vielen Besuchern gerne genutzter Ort, an dem im Sommer u. a. das Rosenfest mit Musikveranstaltungen stattfindet.
Er ist im Sommer die ganze Woche über von 8-20 Uhr geöffnet. Dank der Unterstützung durch den Förderverein Botanischer Garten Hof ist der Eintritt frei. Besuchen kann man den Botanischen Garten von April bis Oktober (vom 1. November bis 31. März ist er geschlossen).
Der Botanische Garten hat eigene Parkplätze und Busverbindungen und ist daher für jedermann gut und schnell auch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Aber für Naturliebhaber wird der erholsame und abwechslungsreiche Weg dahin durch den Theresienpark empfohlen.
Fotos: PantheraLeo1359531*
Der kleine Zoologische Garten – (Alte Plauener Str. 40, 95208 Hof an der Saale, Tel. 09281-85429)
Große exotische Tiere gibt es dort keine. Aber man kann in Ruhe Vögel, Fische und eine Vielzahl anderer Tiere aus mehreren Kontinenten betrachten und sich im Restaurant ausruhen und erfrischen. Der Streichelzoo mit Ziegen und Schafen erfreut v.a. die Kinder, für die auch ein einfallsreicher Spielplatz bereitsteht. Der Zoo kostet Eintritt.
Der Zoo in Hof ist Bestandteil des Stadtparks in Hof. Ein Besuch lässt sich sehr gut mit anderen Aktivitäten im Park kombinieren. Denn der Bürgerpark Theresienstein und der Botanische Garten liegen direkt daneben.
Gehen Sie mit der Maus auf den grünen Plan und entdecken Sie virtuell den Zoologischen Garten.
Fotos: Luca Scheuring
1. Känguruwiese (begehbar)
2. Australische Freiflugvoliere
3. Kleinsäugerhaus
4. Waschbären
5. Dunkelrote Aras
6. Dahomey-Zwergrind
7. Edelpapagei
8. Katta
9. Sonnensittich
10. Afrikawiese
11. Erdmännchen
12. Schnee-Eule
13. Streichelgehege (begehbar)
14. Kronenkranich
15. Stachelschwein
16. Luchs
17. Spornschildkröten
18. Großaquarium
19. Gürteltiere
20. Barockesel
21. Südamerikaanlage
22. Roter Vari
23. Weißhandgibbon
24. Streifenskunk
25. Rentier
Öffnungszeiten: Sommer: 9–18 Uhr | Winter: 9–16 Uhr – Es gibt sogar ein Zoo-Café (Mittwoch–Sonntag von 11–16 Uhr geöffnet)
Zwei lohnende Spaziergänge mit „Blick von Außen“ . . .
Das Biedermeierviertel –
ein Architekturjuwel in der Hofer Neustadt
Ein verheerender Brand vernichtete am 4. September 1823 fast die gesamte Hofer Neustadt. In Rekordzeit wurde sie wiederaufgebaut – einheitlich im Stil des Klassizismus. Die Gebäude des heute sogenannten „Biedermeierviertels“ bilden als geschlossenes und einzigartiges Architekturensemble das Herzstück Hofs.
2024 präsentierte das Museum Bayerisches Vogtland in Hof die Ausstellung „1823 – Architekturjuwel Hofer Neustadt: Häusergeschichten vom Stadtbrand bis heute“. Sie zeigte anschaulich Geschichten hinter den rundbogigen Toreinfahrten aus Sandstein, denn hier verbergen sich Kellerlabyrinthe, Prominentenwohnungen, Diskotheken und mit dem Rathaus und der Michaeliskirche auch die „Pfeiler der Macht“.
Fotos: Stadt Hof & PantheraLeo1359531*
Die Saale – Jean Pauls „vertrauter Fluss“
Eine Stadt, die an einem Fluss liegt, hat ein besonderes Energie-Plus und ein besonderes Flair. Die Saale bereichert und kühlt die Tal- und Parklandschaft beim Aufstieg zum Theresienstein. Und natürlich erwähnt sie Jean Paul in seiner Literatur und daher taucht sie auch mehrfach auf den grünen Zitat-Tafeln am Jean Paul-Weg auf:
Auf Station 5 zwischen Joditz und Hof berichtet er in seiner Selberlebensbeschreibung von den Wanderungen zum Großvater: „Der zweistündige Weg führte durch einen Wald, und darin über einen brausenden Fluß voll Felstücke, bis endlich auf einer Felderhöhe die Stadt mit zwei Brudertürmen und mit der Saale in der Talebene den begnügsamen kleinen Träger übermäßig überschüttete und ausfüllte.“ HIER die grüne Zitat-Tafel 5.
Jahre später, Jean Paul war da 26 Jahre alt, ertrank sein 7 Jahre jüngerer Bruder Heinrich mit 19 Jahren in der Saale. Ob Mord oder Selbstmord (er war damals Lehrling) konnte nicht geklärt werden – Jean Paul selber erwähnte die nicht enden wollende Not der vaterlosen Familie in Hof als Motiv für eine Verzweiflungstat. HIER die grüne Zitat-Tafel 6.
Romantisch dagegen verklärt er die Saale im Roman Siebenkäs, wo die Freunde Firmian und Heinrich auf den Fröhlichen-Stein wandern und von dort oben die Stadt betrachten: „Der Strom ringelte sich unter dem Monde mit einem schillernden Rücken wie eine Riesenschlange um die Stadt und streckte sich durch zwei Brücken aus…“ HIER die grüne Zitat-Tafel 10a.
Die Saale am Theresienstein
Auf dem Jean Paul-Rundweg Hof bzw. „am Ausgang“ der Stadt Richtung Döhlau bekam die Saale noch eine weitere Station Nr. 12 (ursprünglich Nr. 3) und zwar zu den sogenannten Molukken- oder Gewürzinseln. Da die (damals) kostbaren Gewürze fürs „Hofer Allerlei“ nicht nur bei den „Hofer Würschtlamännern“ bekannt sind bzw. bekannt sein sollten, wird ihre Geschichte hier noch einmal erinnert. HIER die grüne Zitat-Tafel 12.
Und auch auf Station 13 blickt der Dichter noch einmal auf den „vertrauten Fluß“ – denn die Saale weckte zeitlebens bei ihm sehnsuchtsvolle Gedanken (Vom Roten Main in Bayreuth kennt man solche Zitat-memories jedenfalls nicht, da war er aber auch endlich „zu Hause“). HIER die grüne Zitat-Tafel 13.
Die Saale ist übrigens eine der 4 Fichtelgebirgs-Quellen und entspringt unterhalb vom Waldstein. Mehr dazu HIER (bitte scrollen). Sie fließt an Schwarzenbach (das daher a. d. Saale heißt), Oberkotzau & Döhlau vorbei nach Hof, wo sie schon recht breit und ansehnlich daherkommt. Der Jean Paul-Weg begleitet den Fluss (bzw. dieser ihn). HIER der Link zur Fichtelgebirgs-Wanderung auf dem 4 Quellen-Weg (bitte scrollen).
. . . & für Gastronomie & Übernachtung ist reichlich gesorgt
In einer Stadt wie Hof hat man – anders als in manchen kleinen Orten am Jean Paul-Weg – keinen Mangel an Gelegenheiten, die lokale Gastfreundschaft zu genießen. Wer also länger bleiben will, für den bieten die Webseiten vom Rathaus Hof bzw. vom Tourismus-Büro eine gute Übersicht.
Für Gastronomie hier der Link: https://www.hof.de/leben-erleben/geniessen-in-hof
Für Übernachtung gehen Sie auf Kategorien, wo Hotels und Ferienwohnungen unterschieden werden =
www.hof.de/leben-erleben/uebernachten-in-hof
Redaktion: Dr. Karla Fohrbeck
Wir bedanken uns bei der Medienstelle der Stadt Hof für die Fotoauswahl.
*Fotos: PantheraLeo1359531/Wikimedia Commons unter https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/

































