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Erlebnisregion Ochsenkopf – Schneeberg

Info-Box

Tourismus & Marketing GmbH Ochsenkopf
Gablonzer Str. 11
95686 Fichtelberg
09272-909470
info@erlebnis-ochsenkopf.de
www.erlebnis-ochsenkopf.de

HIER der Link zur virtuellen Wanderung auf dem Jean Paul-Weg.
Der Ochsenkopf gehört zur „Wegstrecke 6: Nagel bis Bischofsgrün

Foto: Florian Trykowski

Ochsenkopf-Urgestein Andreas Munder empfiehlt

Wie eine Kette schmiegen sich die vier Urlaubsgemeinden Bischofsgrün, Warmensteinach, Fichtelberg und Mehlmeisel in der Erlebnisregion Ochsenkopf um den zweithöchsten Berg des Fichtelgebirges. Sie konnten sich nie entscheiden, zu wem der Ochsenkopf gehört, so bleibt er ihnen als gemeinsamer Mittelpunkt. Zwei davon liegen am Jean Paul-Wanderweg, nämlich Bischofsgrün und Fichtelberg. Jedenfalls: Ob Wandern, Mountain Biking oder einfach nur Entspannen – hier finden Sie eine großartige Sport- und Freizeitarena unter freiem Himmel, die ihresgleichen sucht. Passend dazu in digitaler oder in gedruckter Form: die Ochsenkopf Gästekarte. Vom Gastgeber bei der Anreise ausgehändigt, genießt der Urlaubsgast bereits ab der ersten Übernachtung zahlreiche Angebote und Vorteile der reizvollen Ferienregion. So gelangen Sie zum Beispiel mit dem Bus kostenfrei ins nahe Bayreuth, das mit dem Weltkulturerbe Markgräfliches Opernhaus Bayreuth ein wirkliches Highlight bereithält.

Ochsenkopf (1.024 m)

Viel höher geht es im Fränkischen nicht: Der Ochsenkopf ist nicht nur die zweithöchste Erhebung in Nordbayern, hier findet sich auch das höchstgelegene touristisch erschlossene Gebiet, voller Attraktionen und Erlebnisse. Im Sommer ein Mekka für Wanderer, Mountainbiker, Sommerrodler und Kletterer, im Winter ein Paradies für Abfahrt- und Langlaufski, ist der Ochsenkopf das ganze Jahr über ein lohnenswertes Ausflugsziel für Familien und Sportler, für Einheimische wie Touristen. Wer Lust auf Weitblicke über die Region hat, kann sich ganz bequem auf den Ochsenkopfgipfel bringen lassen. Die 10er Kabinen der neuen Seilbahn mit barrierefreiem Einstieg bieten Platz für Bikes, Rollstühle und Kinderwagen.
Rechts der Blick vom Ochsenkopf auf den Schneeberg & die Ochsenkopf-Seilbahn (Andreas Munder & Thorsten Hager)

Asenturm

Auf dem Gipfel des Ochsenkopfs steht der Asenturm, der nach germanischen Gottheiten benannt ist und dessen Aussichtsturm-Plattform einen der besten Ausblicke weit über das Fichtelgebirge hinaus ermöglicht. Der Turm wird vom FGV-Hauptverein betrieben und liebevoll von der FGV-Ortsgruppe Bischofsgrün betreut. Im Asenturm befindet sich auch die ganzjährig bewirtschaftete Tagesgaststätte.

Asenturm Tagesgaststätte
95686 Fichtelberg
09276-252
info@asenturm.de

Foto: Andreas Munder

Ochsenkopf-Wahrzeichen
& Aussichts-Felsen

Im Gipfelbereich des Ochsenkopfes befindet sich die bekannte Felsengruppe, auf die ein Stierhaupt eingemeißelt ist – das Wahrzeichen des Berges. In östlicher Richtung befindet sich der Aussichts-Felsen mit dem Ochsenkopf-Wahrzeichen, eine markante Felsformation und ein geschütztes Naturdenkmal.

Berühmt wurde der Ochsenkopf auch durch den Dichter und Naturwissenschaftler Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), der ihn am 1. Juli 1785 bei seiner großen Fichtelgebirgs-Wanderung von Wunsiedel zum Ochsenkopf besuchte und zeichnete. Goethes Reisen in das Fichtelgebirge (siehe Cover rechts) muss man sich in der Bibliothek ausleihen oder im Internet kaufen.

Foto rechts (Ochsenkopf-Felsen): Simone Werner-Ney
Foto unten (Blick vom Haberstein auf den Ochsenkopf & die Region): Andreas Munder

Ein Klick auf die Bilder vergrößert diese

Die Ochsenkopfregion –
Treffpunkt naturbewusster Wanderer

Mit dem Markgrafenweg und dem Weißmain-Ochsenkopf-Steig wurden jüngst der zweite und dritte Qualitätswanderweg zertifiziert. Der anspruchsvolle, gut 10 km lange Weißmain-Ochsenkopf-Steig führt von Bischofsgrün über den Naturpfad Oberes Weißmaintal nach Karches, dann über die Weißmainquelle und den Weißmainfelsen hoch auf den 1024 Meter hohen Ochsenkopfgipfel und zurück ins Tal. Weitere Wandertipps sind der vier Kilometer lange, historische Jägersteig in Warmensteinach oder der geologisch interessante Bocksgrabenweg zwischen Fleckl und Fichtelberg. Die Wanderführer des Fichtelgebirgsvereins bieten hierzu wieder mehrmals pro Woche geführte Wanderungen an.

Bike Park Ochsenkopf

Adrenalinkick für die einen, Genuss in der Natur für die anderen.
Es bieten sich Touren über die beiden höchsten Erhebungen Frankens an, den Ochsenkopf (1.024 m) und den Schneeberg (1.051 m). Fürs Üben von engen Kehren oder der Feinstkoordination steht der Bike-Park auf der Südseite des Ochsenkopfs zur Verfügung. Hier befindet sich das Bullheadhouse – die “Number 1“-Anlaufstelle für Biker. Gleich nebenan verfügen die neuen 10er Kabinen außen über eine Radaufhängung für maximal zwei Bikes. Denn gleich unterhalb der Seilbahn liegt der BikePark Ochsenkopf mit einer spektakulären Downhill-Strecke für Extrembiker.

Infos und Kontakt zum Bullheadhouse finden Sie HIER
Infos und Kontakt zum BikePark Ochsenkopf finden Sie HIER

Fotos: Cube & Simone Werner-Ney

Schneeberg (1.051 m)

Die US-Armee und die Bundeswehr hatten hier zur Zeit des Kalten Krieges militärische Sperrgebiete, die für jeden Wanderer tabu waren. Erst seit dem 29. August 1996 ist der Schneeberg wieder für die Allgemeinheit zugänglich. Bescheiden und naturnah wirkt der alte Aussichtsturm Backöfele neben dem wuchtigen Radarturm, der den Schneeberg unverwechselbar macht.

Einheimische wissen die Ruhe und Einsamkeit auf dem Schneeberg-Gipfel zu schätzen. Hier herrscht kein Trubel wie auf dem benachbarten Ochsenkopf. Beim Abstieg vom Schneeberg gelangen die Wanderer am Nordwest-Hang zum Tausend-Meter-Stein. Ganz in der Nähe erscheint mit dem Haberstein ein weiteres Blockmeer, dessen Granitfelsen mit grünen Flechten überzogen sind und der einen herrlichen Blick nach Bischofsgrün erlaubt.

Foto: Andreas Munder

3 Wege zum Schneeberg

Bischofsgrün – Schneeberg

Der Start erfolgt an der Laudien Rathaus Galerie. Über den kleinen Kurpark geht es zunächst talwärts über den Naturkurpark zum Ortsteil Birnstengel. Der Wanderweg führt dann bergan zum Ehrenfriedhof und dann weiter hoch zum Gefreeser Sträßchen. Vom Wanderparkplatz Gefreeser Straße geht es hoch zum Grenzweg. Unterwegs ist ein Abstecher zum Haberstein möglich, weiter führt die Wegstrecke vorbei am 1.000 m Stein zum Schneeberggipfel.

Distanz 8,5 km, Aufstieg 410 hm

Karches –  Schneeberg

Dem Quellenweg folgt man ein kurzes Stück und überquert dabei die B 303. Anschließend geht es hoch über den Hubertusbrunnen auf die Buchwaldstraße. Der Abzweigung auf den Fränkischen Gebirgsweg folgend führt die Wanderroute vorbei am Haberstein und
1.000 m Stein hoch zum Schneeberggipfel.

Länge 5,1 km, Aufstieg 300 hm

Fichtelsee – Schneeberg

Vom Fichtelsee führt die Wanderroute über den Seehaussteig hinauf zum Seehaus (Einkehrmöglichkeit). Anschließend wählt man den Höhenweg Richtung Nußhardt. Dort bekommt man einen herrlichen Blick auf den gegenüberliegenden Ochsenkopf und das nächste Ziel Schneeberg. Anschließend folgt man dem Höhenweg weiter Richtung Schneeberggipfel.

Länge 6,1 km, Aufstieg  380 hm

Den Text von Jean Paul zum Aufstieg auf den Schneeberg (Die unsichtbare Loge von 1792) wollen wir Ihnen, wenn Sie sich etwas Zeit dafür nehmen wollen, nicht vorenthalten. HIER der Link dazu.

Waldrasthaus Karches am See

Karches liegt direkt am Jean Paul-Weg, ist ein beliebtes Rasthaus und idealer Ausgangspunkt für eine Wanderung zu den 4 Quellflüssen Main, Eger, NaabSaale, die hier auf engem Raum ihren Weg in verschiedene Himmelsrichtungen beginnen.
Ihr gemeinsamer Ursprung liegt rund um den Seehausberg bei Bischofsgrün, unweit des kleinen Weilers Karches, der mit seiner Raststätte oft als Ausgangspunkt zu den Quellen dient.

  • Die Weißmainquelle am Ochsenkopf liegt etwa 1,5 km von Karches entfernt.
  • Die Egerquelle am Schneeberg erreicht man nach ungefähr 5,5 km.
  • Die Naabquelle am Fichtelsee ist rund 2 km entfernt.
  • Die Saalequelle bei Zell (am Waldstein) ist mit etwa 11,5 km die entfernteste der vier.

Kontakt Waldrasthaus: www.waldrasthaus-karches.de

Fotos: Gemeinde Fichtelberg

Naab, Eger, Saale & Main –
4 Flüsse entspringen hier

Vom Fichtelsee führt die Wegmarkierung des Jean Paul-Weges weiter zur Naab-Quelle. Mit dem Weißmain-Felsen erreichen wir den höchsten Punkt eines mit Wald überwachsenen Blockmeeres. Von dort hat man eine gute Aussicht auf den Schneeberg, auf den Haberstein und auf den Ochsenkopf.

Hier überschreiten wir wieder die Wasserscheide und kommen in das Main-Einzugsgebiet. An der Hangschulter entlang gelangen wir zur
Weißmain-Quelle. Das haben wir auch auf der „Wegstrecke 6: Nagel bis Bischofsgrün“ beschrieben. Wenn Sie alle 4 Quellen ablaufen wollen,
dann folgen Sie der Markierung Quellenweg, die vom Rasthaus Karches aus in zwei Richtungen führt.

Der 4-Quellenweg zwischen Waldstein & Fichtelsee (Münchberg – Marktredwitz)

Auf dem Quellenweg kann man (separat) alle 4 Fichtelgebirgs-Quellen erwandern, aber als „Abstecher“ ist er insgesamt für den Jean Paul-Weg-Wanderer zu lang, der immerhin auf der Strecke Fichtelberg-Fichtelsee bis Karches schon mal an den Quell-Brunnen von Naab und Weißer Main vorbeikommt (und von der Raststätte Karches aus sich den relativ kurzen Abstecher bis zur Eger-Quelle – und zurück – vielleicht sogar noch zutraut). Zur Saale-Quelle (am Fuß des Waldsteins, Bergwerk-Eingang) müsste er kurz vor dem Aufstieg zum Waldstein einen Abstecher machen (siehe Jean Paul-Wegstrecke 3)

Aber damit man sich die Wegstrecke vorstellen kann oder für eine eigene Wanderung vornehmen, hier noch einmal komplett: Der Quellenweg beginnt (von Nord nach Süd) in Münchberg, führt dann nach Zell und am Fuß des Waldsteins zur Saale-Quelle. Von dort geht es dann weiter hier in die Ochsenkopf-Region zu den 3 nahe beieinanderliegenden Quellen in der Reihenfolge Eger-Quelle & zurück (nördlich von der Karches-Raststätte) und Weißmain- bzw. Fichtel-Naab-Quelle auf der Strecke Karches bis Fichtelberg(-Neubau). Der Weg führt theoretisch weiter bis Marktredwitz, aber ohne eine weitere Quelle.

Insgesamt beträgt der 4-Quellen-Weg (Münchberg – Marktredwitz) 52 km, HIER der ausführliche Link dazu.
Speziell zum Egerweg, der von der Eger-Quelle ca. 50 km über Weißenstadt und Röslau bis Hohenberg a. d. Eger führt, HIER der sehr informative Bildertext des FGV dazu.

Ein Klick auf die Bilder vergrößert diese

Saale-Quelle

Sie gehört zwar zum Fichtelgebirgs-Quellen-Kleeblatt, liegt aber am Fuße des Großen Waldsteins, am nordwestlichen Rand des Fichtelgebirges = Abstecher vom Jean Paul-Wanderweg (Wegstrecke 3).

Foto: Volker Audorff

Eger-Quelle

Die Eger entspringt in 752 m Höhe am Nordwesthang des Schneebergs, des mit 1.051 m höchsten Berges in Oberfranken. Von seiner Quelle aus legt der Fluss insgesamt eine Reise von 325 Km zurück.

Foto: Florian Trykowski

Weißmain-Quelle

Die Weißmain-Quelle im Fichtelgebirge gilt als Ursprung des Flusses Weißer Main, der bei Steinenhausen (Landkreis Kulmbach) mit dem Roten Main zusammenfließt und von da ab in den Main mündet.

Foto: Rüdiger Baumann

Naab-Quelle

Der Ursprung der 42 Km langen Naab (Fichtelnaab) liegt am Süd- und Südostfuß des Ochsenkopfes, wo zahlreiche Rinnsale zusammenfließen und sich mit der gefassten Naab-Quelle vereinigen.

Foto: Andreas Munder

Quell-Brunnen & Quell-Oasen im Fichtelgebirge schon im 19. Jh.

Zu Beginn des 19. Jh. entstanden im Fichtelgebirge – damals wie das ganze ehemalige Markgraftum Bayreuth-Kulmbach unter preußischer (reformbewusster) Verwaltung – die ersten parkähnlichen Walderholungsanlagen. Dazu gehörten schon 1810 der Waldstein und am Fuß des Berges (ehemaliges Bergwerk) die Saalequelle. Wandern im „kultivierten Sinn“, am Wochenende und zur eigenen naturnahen Erholung, konnte sich damals nur eine Art höhere Beamtenschicht leisten, wozu auch leitende Firmenangestellte gehörten. Auf dem Waldstein wurde später (heute auch noch) Theater gespielt, an Himmelfahrt hielt man dort Gottesdienste ab.   Mehr dazu HIER.

Der Stich von der Saalequelle um 1850 (von Könitzer) zeigt an der Saalequelle noch einen hölzernen „Tempel“ und einen kleinen Weiher, die die Anlage „parkähnlich“ ergänzten. Den Weiher gibt es heute dort nicht mehr, aber einen ähnlichen „Unterstand“ (auf dem Foto nicht mehr drauf).

Der Wald spielte „natürlich“ in der Literatur von Jean Paul und den Romantikern eine große Rolle. Deutschland ohne den „deutschen Wald“ –
damals undenkbar. (Christian Kreipe, FGV)

Saalequelle (am Fuß vom Waldstein)
G. Könitzer ca. 1850

Sinnbild 19 Jh.
für das Fichtelgebirge

Weißmainquelle
Lithografie 1827

Ein kurzes Video zum Jean Paul-Weg in der Ochsenkopfregion finden Sie auf der Startseite unserer Webseite.

Redaktion: Dr. Karla Fohrbeck
Wir bedanken uns bei Andreas Munder, dem früheren (und jetzt noch „teilzeitlichen“) Geschäftsführer der Erlebnisregion Ochsenkopf für Texte, Fotomaterial und die gute Kooperation. Christian Kreipe (FGV) verdanken wir den Stich zur Saale-Quelle.

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