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Claus Tittmann und Tochter Julia am Rakuofen.

Seit 1998 ist seine als Keramikerin ausgebildete Tochter Julia mit der Gefäßherstellung beschäftigt. Auch sie fertigt figürliche Arbeiten in ihrer individuellen Handschrift.

Jean Paul im Kopf

Claus Tittmann interessierte sich schon früh für Kunst – er absolvierte neben seinem Beruf als Ingenieur in der Industrie in Frankfurt/Main zunächst Kurse für grafische Techniken am Städelschen Kunstinstitut – machte jedoch erst als 30-Jähriger eine Ausbildung zum Keramiker. Eine wegweisende Rolle spielten danach 1977 eine Studienreise durch Japan und Begegnungen mit bedeutenden Keramikern.

Danach entstanden in Berndorf Gefäßunikate und funktionale Keramiken, die in einem großen, holzgefeuerten Ofen in 20–24 Stunden bis 1300°C gebrannt wurden. Ein weiteres Verfahren ist der Rakubrand, bei dem hauptsächlich Plastiken bei 1000°C aus dem Ofen genommen werden und in Holzspänen abkühlen.
Bereits damals spielte neben dem Gefäß die Figur eine wichtige Rolle.

Statt diese naturalistisch abzubilden, entstanden Plastiken in lebendiger, sinnhafter Darstellung. Es wurde zunehmend eine eigene Formensprache entwickelt, wodurch ein Werk erst Gültigkeit erlangt.

Claus Tittmann war zunächst als Ingenieur in Frankfurt/Main tätig und eröffnete 1975 nach beruflicher Umorientierung und Ausbildung zum Keramiker sein Werkstattatelier in Berndorf (Ortsteil von Thurnau). Bereits früh gestaltete er Skulpturen & Plastiken auch in Eisen, Aluminium und Bronze. Er erhielt Auszeichnungen wie den Bayerischen Staatspreis, den Designpreis des oberfränkischen Handwerks und den Kulturpreis der Oberfrankenstiftung und des Landkreises Kulmbach. Seine Arbeiten befinden sich in vielen Museen in Deutschland. Er beteiligte sich an zahlreichen Ausstellungen in Galerien im In- und Ausland.

2001 baute er eine ehemalige Scheune zum Atelier und eigenen Ausstellungsgebäude um. Dort finden jährlich wechselnde Ausstellungen aus den Bereichen freier und angewandter Kunst statt.

2025 feierte Claus Tittmann sein 50. Jubiläum.

Der Jean Paul-Kopf in Bronze        Rollwenzelei (2006) & Jean Paul Gymnasium Hof (2013)

Rollwenzelei (2006) & Jean Paul Gymnasium Hof (2013)

Wir verweisen auf diesen spannenden Kopf, mit dem Claus Tittmann – wenn er aufgeklappt ist – in Stichworten auch Jean Pauls Gedankengebäude zu skizzieren versucht, ausführlicher sowohl in der Rubrik A-Z Büsten & Denkmäler wie im Kapitel Jean Paul persönlich/das Werk (noch in Arbeit).

Werke zu Jean Paul in Bronze-Sandguss

Der Bronze-Sandguss ist gewiss ein Novum in der künstlerischen Auseinandersetzung mit dem Dichter und erweist sich als eine besonders interessante Technik. Sie bringt Gebilde hervor, die das Ineinander von Doppelgängern, von Liebenden, von Mensch-Tier-Beziehungen unterstreichen. Durch netzartige Strukturen sind sie einander verbunden; sie vereinen Kontrastierendes und Harmonierendes. Das Zerklüftete und Widersprüchliche des Dichters gewinnt dadurch plastische Qualität. Denn Claus Tittmann zielt allemal auf das Wesentliche mehr als auf das Buchstäbliche; seine Kunst ist nicht die Illustration im engen Sinn, sondern ein Nach- und Neuschaffen, das das Geheimnis Jean Pauls zu umschreiben, aber nicht aufzulösen sucht.

Reinhard Heinritz im Katalog Claus Tittmann für Jean Paul, 2013

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Fantast & Visionär

Jean Paul & die Tiere

Distelblüte des Schicksals

Jean Paul Portraitbüsten – von der Keramik zur Bronze

Jean Paul-Büste Modellplastik 2012, Ton-Porzellancollage

Jean Paul-Büste Bronze-Plastik 2012, Abguss der Collage 2012

Werke zu Jean Paul als Grafik

„Die graphischen Arbeiten muten eher rätselhaft an. So findet schließlich der kongeniale Künstler  in jeder blauen Distelblüte des Schicksals offne Honiggefäße genug (Jean Paul im Siebenkäs).“ Reinhard Heinritz im Katalog Claus Tittmann für Jean Paul, 2013

„Auf eine solche Nacht . . .“

„Übrigens bitte ich die Kunstkenner . . .“

„Der Dichter“

Kurzbiografie

Weitere Jean Paul-Werke von Claus Tittmann finden sich später als Illustration auch in den Kapiteln: Jean Paul persönlich, Weltbild & Werk
(diese sind 2026 noch Weile in Arbeit)

Kontakt:
Atelier Claus Tittmann
Berndorf 43, 95349 Thurnau, 09228-252,
E-Mail: info@tittmann-keramik.de 
web: www.tittmann-keramik.de

Kontakt:
Visuelle Kommunikation / Fotodesign
Martin Tittmann
E-Mail: mt.fotodesign@gmx.de
web: www.tittmann-fotodesign.de

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