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Die barocke Friedrichstraße als Jean Paul-Meile

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In der einmalig erhaltenen Prachtstraße des 18. Jahrhunderts liegt, nur ein paar Schritte vom Geißmarkt und vom Hofgartenausgang entfernt, der Jean Paul-Platz mit dem ihn prägenden Denkmal von Ludwig Schwanthaler und der Groß-Station 121 „Jean Paul & sein Denkmal“ vor dem Friedrichsforum (früher Stadthalle), ein guter Treffpunkt wo sich auch Besucher von auswärts mit dem Dichter bekannt machen können. Beim „Arkadienfest“ 2011, am Frühlings-Geburtstag des Dichters im März, als die Jean Paul-Wegstrecke vom Fichtelgebirge bis in die City Bayreuth und nach Fantaisie eingeweiht wurde, tummelten sich viel Prominenz, viel Volks und viele kostümierte Biedermeier-Freunde auf diesem Platz, der sonst oft doch recht leer ist.

Das komplette PDF zur Groß-Station 121 „Jean Paul & sein Denkmal“ finden Sie hier.

2026 wird dort – nach langer Umbauzeit – das Friedrichsforum eröffnet und mit entsprechend neuer Platzgestaltung eingeweiht. So wie auf den vertrauten Fotos sieht die Platzierung der Großstation 121 dann nicht mehr aus.

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Ein Gang zur nahen Postei (Eckhaus Friedrichstraße 15, mit Mozarts Bäsle-Gedenktafel) sollte sich anschließen. Hier war im 18. Jahrhundert das Domizil für eine eigene Universität, die Markgraf Friedrich & Markgräfin Wilhelmine 1741 hier gründeten, aber schon 1742 nach Erlangen verlegten, wo sie bis heute existiert.

Fotos: Karla Fohrbeck

Friedrichstraße (linke Hälfte)

Jean Paul-Platz & Station Nr. 121 (RS)

Friedrichstraße 10

Stop 1: Friedrichstraße 10 – hier wohnte Jean Paul & Familie (1808-1811) und sein Freund Emanuel Osmund nebenan in Friedrichstraße 8

Wir wechseln nun also auf die linke Straßenseite und schauen uns am Haus Friedrichstraße 10 die schmale Gedenktafel 122 „Jean Paul & sein Freund Emanuel Osmund“ an.

1808-1811 wohnte Jean Paul mit Familie auch selbst in diesem Haus. Seine Wohnung im ersten Stock wurde nach Denkmalschutzkriterien restauriert.
Das renommierte Restaurant Herpichs musste 2024 seine Pforten schließen. Das Haus ist inzwischen verkauft.

Aber wie eindrucksvoll die Wohnung zu Zeiten Jean Pauls aussah, zeigen die Fotos im renovierten Zustand von 2011:

Beim Arkadienfest 2011 wurden diese Räume noch einmal gastronomisch von den prominenten Gästen benutzt.
Hier der Link zu den belebten Räumen

Fotos: Karla Fohrbeck

Stop 2: Friedrichstraße 5, Wohn- & Sterbehaus von Jean Paul (1813-1825)

Nach einem neuerlichen Wechsel auf die rechte Straßenseite kommt man zum Wohn- & Sterbehaus Friedrichstraße 5. Der Besuch des herrlichen Hausgartens (mit Blick auf die Türme der Stadtkirche und die Reste der alten Stadtmauer) sollte nicht versäumt werden, denn dort können Besucher an der rückwärtigen Mauer die Tafeln dieser Sonder-Station 123 „Jean Paul & das Schwabacher Haus“ studieren – im allgemeinen jedoch nur im Rahmen einer offiziellen Gästeführung, die den Schlüssel zum Tor im Durchgang der Regierung von Oberfranken hütet.

. . .  KulturPartner-Umzug in die originale Jean Paul-Wohnung (2014)

Im Februar 2014, als das Weg-Projekt und das offizielle Jean Paul-Jubiläumsjahr 2013 beendet waren, überraschte Dr. Clemens Lukas das KulturPartner-Team mit dem Umzug in Jean Pauls einstige – jetzt frisch renovierte – großbürgerliche Wohnung, Friedrichstraße 3, 2. Stock oben rechts. Wo einst die 5-köpfige Familie des Dichters (1811-1825) mit Dienstpersonal wohnte, wurde jetzt Kultur gemanaged. Die Küche sieht heute noch so aus wie damals (wenn man von der Kühlschranktechnik etc. absieht). Der große Saal mit Blick auf die Friedrichstraße war auch bei Jean Paul schon der „große Saal“. Links davon befand sich das einstige Töchterzimmer, rechts davon (jetzt Arbeitszimmer von Clemens Lukas) das Eckzimmer als Ehe- & Sterbezimmer von Jean Paul. Zum Garten hin schließen sich drei weitere, heute wunderbar großzügige Arbeitszimmer an. Das letzte wurde berühmt als besonders chaotisches Arbeitszimmer des Dichters (Fliegen, Frösche, Kanarienvögel und Hund inklusive).

Fotos: Karla Fohrbeck & KulturPartner

Wohnungs-Grundriss der Jean Paul-Familie, heute Büro KulturPartner

Friedrichstraße 3-5,
Jean Pauls Wohn- & Sterbehaus

Arbeitszimmer (B)

Der Saal

Arbeitszimmer Dr. Lukas (D)

Das barocke Sandsteinquader-Doppelhaus mit Baluster-Treppenaufgang und 2 Eingängen  (Nr. 5 wurde 1754, Nr. 3 erst 1759 erbaut) stammte noch aus der Zeit von Markgraf Friedrich und seinen Stararchitekten Joseph Saint Pierre und dem jungen Carl Philipp Gontard aus dem 18. Jh.. Auch des Dichters „Schwabacher Garten mit der „Cornelikirsch-Laube“ war nun frei zugänglich. Clemens Lukas hatte diese glückliche Fügung bis zum Schluss geheim gehalten.

Das PDF zum Flyer „Jean Paul & das Schwabacher Haus“ finden Sie hier.
Das komplette PDF zur Groß-Station 123 „Jean Paul & das Schwabacher Haus“ – am Ende vom Garten (Sandsteinmauer zur Regierung) – finden Sie hier.
Die Fotos zum Jubiläums-Besuch 2013 im Schwabacher Garten finden Sie hier.

. . .  und weiter ins Stadt-Zentrum

Gegenüber von Friedrichstraße 3-5 beeindruckt das barocke Steingraeber-Palais (die Piano-Manufaktur befindet sich rückseitig in der Damm-Allee). Wer sich für Geschichte interessiert, den verweisen wir hier auf unsere www.markgrafenkultur.de, auf der beim Thema Prachtstraßen die Friedrichstraße Haus für Haus dokumentiert wird.

Um die Ecke führt der Spaziergang weiter in die barocke Kanzleistraße und zum Markt. Hier befindet sich eine vielfältige Gastronomie auf der alten Stadtmauer, in der von Roemer Straße  und in den mittelalterlichen Gassen des Stadtzentrums, so dass sich hier eine kulinarische Pause lohnt. Außerdem laden die gotische Stadtkirche, das Historische Stadtmuseum dahinter und (in der anschließenden Brautgasse zum Markt hin) das Kunstmuseum der Stadt im Alten Rathaus zu einem Besuch ein.

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