
Hermann Rongstock
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Über Jahrzehnte schuf Hermann Rongstock mit seinen zeichnerischen und malerischen Arbeiten ein umfangreiches Bildwerk zu den Romanen und Erzählungen, auch zu Aphorismen von Jean Paul – von expressiven Werken der 60er Jahre bis zu unveröffentlichten Zeichnungen und Grafiken der letzten Lebensjahre. Schon 1974 und 1984 illustriert er Bayreuth-Bücher, in denen Jean Paul eine wichtige Rolle spielt.
1981 charakterisiert ihn Manfred Eger, Chef des frisch eröffneten Jean Paul-Museums, in seinem kleinen Heft „Einladung zu Jean Paul“ mit ausgewählten Texten des Dichters:
„Die eingestreuten Illustrationen des Bayreuther Zeichners Hermann Rongstock beziehen sich nur teilweise unmittelbar auf die ausgewählten Texte. Ansonsten möchten sie als freie Improvisationen verstanden sein, die aber alle etwas von Jean Paulscher Atmosphäre ausstrahlen, auf welche Gestalten oder Orte man sie auch beziehen mag. So oder so sind sie dank ihrer künstlerischen Qualität eine Augenweide und eine gewiss willkommene Zugabe.“
1991 folgen Bilder zu einzelnen Veranstaltungen und 2001 eine ganze Ausstellung zu Jean Paul im Neuen Rathaus Bayreuth. Auch die Kulturpreisverleihung 2006 weckt neue Aufmerksamkeit. Zum Jubiläumsjahr 2013 wurden posthum neuere Jean Paul-Grafiken von Hermann Rongstock als Hommage an den Dichter (und den Künstler) in einer eigenen Ausstellung gezeigt.
Foto: Heiko Roth im Auftrag von Michael Nahlig
Teile seiner Sammlung befinden sich seit 1991 im Kunstmuseum Bayreuth (Leihgabe der Oberfrankenstiftung), in München (Staatliche Graphische Sammlung), im Literaturarchiv Marbach, bei seiner Frau Heike Rongstock in Bayreuth und bei beider Sohn Richard Rongstock in Nürnberg.
Eine ausführliche Biografie finden Sie HIER bei Wikipedia
Kurzbiografie
- 1941 Geboren in Bayreuth
- 1958-60 Studium der Gebrauchsgraphik an der Blocherer Schule für freie und angewandte Kunst, München
- 1960-61 Studium bei Prof. Oskar Kokoschka in Salzburg (mit persönlichem Zeugnis des Meisters)
- 1961-67 Akademie für Bildende Künste in München bei den Professoren Hermann Kaspar und Mac Zimmermann, Meisterschüler
- 1967-69 Studium der Psychologie und Pädagogik an der Pädagogischen Hochschule in Bamberg
- 1967-71 Lehrtätigkeit am Staatsinstitut für die Ausbildung der Fachlehrer in Kunsterziehung in Bayreuth
- 1971-99 Fachbetreuer für Kunsterziehung am Wirtschaftswissenschaftlichen Gymnasium in Bayreuth
- 2006 Kulturpreis der Stadt Bayreuth
- 2012 Gestorben in Bayreuth
Grafiken zu Aphorismen von Jean Paul
Kontakt Richard Rongstock: rongstockr@gmail.com
Hinweis: 45 min.-Dokumentarfilm von Michael Nahlig (Buch & Regie) aus dem Jahr 2011
Der international bekannte Maler und Illustrator Hermann Rongstock steht im Focus der Filmdokumentation „Der Bayreuther Seemann“
(oder „Bayreuther Hermann“, so nannte ihn sein Lehrer Oskar Kokoschka auf der Sommerakademie für Bildende Kunst auf dem Hohensalzberg 1960/61,
als Rongstock dort Stipendiat war). Der Film „begleitet Rongstock und liefert ein anschauliches filmisches Porträt des Künstlers in seiner Heimat sowie an einigen Schauplätzen seines Schaffens“. Die Dokumentation erschien als Eigenproduktion von MM FILM & VIDEO im Format 16:9.
Eine öffentliche Präsentation erfolgte im April 2012 im Rahmen der Grenzland-Filmtage Selb. Der Film steht für Fernsehsender und Filmfestivals zur Verfügung (Tel. 0911-567708-0 oder 0221-979 9999-0).
















