
Katharinenberg – der Wunsiedler Hausberg
Ein besonderes Naturkleeblatt . . .
zwischen Wunsiedel & Bad Alexandersbad
Katharinenpark, Luisenburg & Kösseine liegen auf der Jean Paul-Wegstrecke 5: Wunsiedel bis Nagel
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Bürgerpark Katharinenberg
– der Wunsiedler Hausberg
Mit dem Laubwaldholz vom Katharinenberg sollen die Wunsiedler einst ihre Stadt gebaut haben. An den Hängen wurde er stets bewirtschaftet, aber die Kuppe blieb städtischer Besitz und durfte als Gemeingut (Almende) genutzt werden. Bevor dort einer der ersten Bürgerparks in der Region entstand, versuchte man es um 1800 bis 1810 mit Obstanbau. Dann holte man sich Rat beim Bayreuther Hofgärtner, der den Plan für eine Parkanlage lieferte, die Klima und Boden besser angepasst war.
1833 übernahm die Stadt Wunsiedel die Pflege und den Ausbau der Bergkuppe zu einem Erholungspark für alle Bürger und Gäste und erlaubte dort auch kleinere Feste. Naturlehrpfad und Streuobstwiese erinnern noch an diese Anfangszeiten. Etwa 1892 erreichte der Bürgerpark seine heutige Ausdehnung und Struktur. Bänke, Rondelle, seltene Baum- und Straucharten, Kräuterbeete und ein Rotwildgehege geben ihm sein Gepräge.
Mittelpunkt ist die eindrucksvolle (restaurierte) Kirchenruine, die alles überragt. Die Heilige Katharina, zu der man vor der Reformation pilgerte, gab dem Berg den Namen. Innerhalb der Kirchenruine rufen seit 2002 Granittafeln mit den Seligpreisungen aus Jesu Bergpredigt in verschiedenen Sprachen zu Meditation, Frieden und Versöhnung auf. Es ist ein besonderer Ort auch für kirchliche und kulturelle Veranstaltungen.
Unvergesslich das Mittelalterfest Collis Clamat mit seinem Katharina-Katapult als Wahrzeichen und den „Belagerungen“, bei dem Episoden aus der Geschichte Wunsiedels dargestellt wurden. 2009-2025 gehörte es zu den sommerlichen Attraktionen, die in die Legende eingehen. Aber wegen Besitzerwechsel wird das Gelände künftig anderweitig genutzt. Das jährliche September-Bergfest am Katharinenberg dagegen bleibt.
Oberhalb vom Park gibt es ein 24h Automaten-Bistro mit Biergarten. Für Events, Catering und besondere Anlässe steht ein dafür besonders ausgestattetes Terrassen-Bistro zur Verfügung, das von Ostern bis Oktober (= die O-Saison) an den Wochenenden auch Wanderer und Gäste bewirtet. Außerdem gibt es zwischen Bistro, Greifvogelpark und Kirchenruine eine neue Discgolf-Anlage und einen Extra-Spielplatz für Kinder.
An der Westseite des Katharinenberges befindet sich übrigens die Jugendherberge des Landkreises Wunsiedel. Mehr dazu HIER.
Katharinenberg Foto 1: FGV
Foto 2: TZ Fichtelgebirge / Florian Trykowski
Bistro & Biergarten Katharinenberg
Foto: Tourismuszentrale Wunsiedel
Greifvogelpark Katharinenberg
An der Südwestseite des Katharinenbergs ist seit 2007 der Greifvogel- und Eulenpark mit eigener Falknerei d i e Attraktion. Dort können aus nächster Nähe über 50 Tag- und Nachtgreifvögel aus 23 Arten in 20 großräumigen Volieren und bei den täglichen Flugvorführungen beobachtet werden.
Die Saison währt von März/April bis Anfang November. In diesen Monaten sind Greifvogelpark & Falknerei in der Regel von 13-17 Uhr geöffnet, um 15 Uhr sind die Flugvorführungen angesetzt (ab 20 Personen), für größere Gruppen nach Anmeldung auch um 11 Uhr vormittags. MO & FR = (wenn kein Feiertag ist) Ruhetage. Darüber hinaus werden individuelle Greifvogel-Patenschaften angeboten, auch Falknerei-Erlebnistage und sogar Hochzeitsfeiern, bei denen ein Falke die Ringe überbringt. Da alles auch wetterabhängig ist, möglichst die aktuellen Infos auf der www… checken
Falknerei mit Greifvogelpark Katharinenberg | Katharinenberg 3, 95632 Wunsiedel
Tel. 09232-8819999 | www.falknerei-katharinenberg.de
Fotos: Falknerei Katharinenberg
Vielleicht noch ein Abstecher zum Wildpark Waldhaus Mehlmeisel?
Der Wildpark Waldhaus Mehlmeisel ist als neues Projekt aus den Erfahrungen und dem Erfolg des Katharinenberg-Parks erwachsen. 2024 wurde er eröffnet. Auch dort gibt es jetzt einen Greifvogelpark „mit den Königen der Lüfte“. Daneben aber auch einen Wildpark, in dem man vor allem die Tierarten des Fichtelgebirges beobachten kann, u.a. also auch Luchs und Wildkatze, Schwarz-, Rot- und Rehwild. Da er aber für die Jean Paul-Weg-Wanderer – auch als Abstecher – zu weit weg von der Wegführung liegt, nämlich südlich von Nagel und Fichtelberg, können wir hier nicht ausführlicher berichten, aber doch darauf verlinken. Schließlich nutzen inzwischen auch viele Ausflügler aus der Region unsere Webseite.
Dieser „Ableger“-Park ist allerdings 18 km vom Katharinenberg entfernt (südlich von Fichtelberg).
Mehr dazu HIER.
Felsenlabyrinth Luisenburg & Aufstieg zum Kösseine-Gipfel
Das Luisenburg-Felsenlabyrinth ist ein Felsenmeer aus Granitblöcken mit Ausmaßen von mehreren Metern und Teil des Naturschutzgebietes Großes Labyrinth bei Wunsiedel. Der große Parkplatz unterhalb der Luisenburg und das Theater-Restaurant mit Biergarten-Terrasse dienen sowohl den Besuchern der Naturtheaterbühne der Luisenburg-(Sommer-)Festspiele wie den Wanderern als „Startups“. Der Eintritt zum Felsenlabyrinth kostet eine Gebühr. Aber diese lohnt. Denn dieses „Nationale Naturmonument ist als Geotop das größte seiner Art in Europa“.
300 Millionen Jahre alt sind die Granitsteinblöcke, die in abenteuerlichen, ja mystischen Formationen und Gruppierungen hier auf einem Rundweg erwandert werden können. Geheimnisvoll und phantasieanregend sind daher auch die 25 Stationen benannt, die es auf diesen anderthalb Kilometern zu entdecken gilt. Und herrliche Panorama-Ausblicke sind die Belohnung, vor allem am höchsten Punkt im Felsenlabyrinth, dem Burg- oder Bundesstein mit Kreuz, den man über 30 steile Stufen (die sogenannte Teufelstreppe) – zum Teil „gebückt“ – erreichen kann.
Familien mit Kindern, Gruppen, Einzelwanderer, sogar Hunde sind hier willkommen. Aber 2 bis 2 ½ Stunden muss man schon rechnen, da es Treppen und enge Schluchten und sonstige „Kletterpartien“ zu bewältigen gilt.
Info Luisenburg (Kasse Felsenlabyrinth) unter Tel. 09232-5673. Öffnungszeiten April-Oktober täglich 8.30-16.30 & FR-SO auch bis 17 oder 18 Uhr, in den beiden Festspielmonaten Juli & August sogar bis 19 Uhr. Achtung: Sollte es zu starken Sturmböen, Regen- oder auch Schneefällen kommen bleibt das Labyrinth aus Sicherheitsgründen geschlossen.
Kontakt: Luisenburg 2a, 95632 Wunsiedel | 09232-5673 |
wunsiedel.de/tourismus/felsenlabyrinth-luisenburg
- Auf Google werden attraktive Videos zum Rundweg von 4 bis 14 Minuten Dauer angeboten.
- wunsiedel.de/tourismus/felsenlabyrinth-luisenburg
- www.facebook.com/felsenlabyrinth.luisenburg
- Mehr zu den Luisenburg-Festspielen unter
Orte A-Z, 22 Orte am Jean Paul-Weg > Wunsiedel
oder unter www.luisenburg-aktuell.de
Der Aufstieg zur Kösseine – ein Gipfelerlebnis
Das FGV-Kösseinehaus (natürlich aus Granit, z. T. mit Lärchenholzschindeln verkleidet) thront auf dem 939 Meter hohen Gipfel der Großen Kösseine und ist seit seiner Eröffnung im Jahr 1903 ein beliebtes Ziel für Wandernde. Die „Hütte“ wird vom Fichtelgebirgsverein betrieben. 1907 bis 2001 wurde das Unterkunftshaus mit viel Aufwand, Liebe und ehrenamtlicher und Sponsoren-Beteiligung „der halben Region“ generalsaniert und bietet seitdem neben einer gemütlichen Einkehr auch wieder Übernachtungsmöglichkeiten. Der kürzeste Aufstieg ist vom Felsenlabyrinth der Luisenburg (dort auch ausreichend Parkplatz). Der nächstgelegene Bahnhof ist Marktredwitz*.
Den Kösseine-Gipfel kann man über insgesamt 13 markierte Wanderwege erreichen – zu Fuß, aber auch mit dem Fahrrad oder E-Bike, aber keineswegs mit dem Auto. April bis Oktober sind günstig. Der Aufstieg ist sehr schön und erlaubt immer wieder lohnende Ausblicke. Oben angekommen, ist der Blick von der Kösseinehaus-Terrasse ins weite Umland bis nach Tschechien beeindruckend (wenn nicht Wolken und Nebel das Gipfelplateau einhüllen).
Das Restaurant bietet außen (Ulmen-Biergarten & Terrasse) wie innen (mehrere Räume) Speisen und Getränke an (wobei nur Bargeld akzeptiert wird). Zwischen überschwenglich und enttäuscht schwanken die Likes und Unlikes etwas. Aber Geduld, Verständnis, Humor und ZurRuheKommen helfen, wenn der (unerwartete) Andrang zu groß ist und man außen mit Wartezeiten oder Selbstbedienung rechnen muss. Manche bringen ihre Brotzeit auch mit.
„Das Kösseinehaus ist die dauernd höchst bewohnte Stelle im Fichtelgebirge und im gesamten Frankenland. Es ist keine leichte Aufgabe der Pächter, das Haus, besonders in den Wintermonaten, zu bewirtschaften. Dazu gehört nicht nur wirtschaftlicher Unternehmungsgeist sondern auch ein enormer Idealismus“(FGV).
Die Übernachtungsmöglichkeiten sind einfach (nur nach Voranmeldung!); vom 2-Bett- bis zum 10-Bett-Zimmer reicht die Palette (Etagendusche incl.). Voranmeldung gilt natürlich auch und besonders für größere Gruppen, wenn sie hier oben Geburtstags-, Firmen- und andere Feste feiern wollen. Das Unterkunftshaus des Fichtelgebirgsvereins auf dem Gipfel der Großen Kösseine ist auch im Winter voll bewirtschaftet (Ruhetag und Betriebsurlaub beachten!) und bleibt somit eines der beliebtesten Winter-Wanderziele der Region.
Kontakt zu den Pächtern (die selber ständig im Kösseinehaus wohnen): Kösseine 1, 95632 Wunsiedel | 09232-2061 |
koesseinehaus-official@seznam.cz | www.koesseinehaus-official.de | Ein Klick auf die Bilder vergrößert diese
Kontakt zum FGV (als Eigentümer): 09232-700755 (in Wunsiedel) | info@fichtelgebirgsverein.de | www.fichtelgebirgsverein.de
Redaktion: Dr. Karla Fohrbeck
Mit Dank für die gute Kooperation an Falk Thriemer / TZ Fichtelgebirge

























