
Kunstmuseum Bayreuth: Zeit für Neue Musik

Eine interdisziplinäre Jean-Paul-Performance über die endgültige Überwindung des Kriegs in der Welt
Mit einer außergewöhnlichen Verschmelzung der künstlerischen Disziplinen Musik, Literatur, Performance und Bildender Kunst präsentiert sich das neue Leitungsteam des Festivals Zeit für Neue Musik Bayreuth auch als ausübende Künstler und wunderbar harmonierendes Team. Zum Jean-Paul-Jahr haben sie sich den Dichter als Inspiration genommen, um ausgehend von seinen vielfältigen Schriften und Reflexionen zum Thema Frieden in der Welt eine eigene Friedensphantasie und künstlerische Sparten übergreifende und verwebende Friedenssinfonie im Kammerformat zu erschaffen.
Maximilian Ponader (Dramaturgie/Performance), Marko Zdralek (Komposition/Klavier) und Martin Seel (Querflöte) spüren auf ihre ganz eigene künstlerische Art Jean Pauls eindringlich formulierten Gedanken einer zwangsläufigen Entwicklung des Menschengeschlechts von den Jahrtausende währenden Epochen des Krieges hin zu den künftigen Zeiten des Lichts. Jean Pausl Ideal eines, wie er es nennt, „Föderativsystems der Kugel“ oder gar einem einzigen Weltenstaat, der den „hässlichen Widerstreit zwischen Menschenliebe und Landesliebe auszutilgen vermag“, nimmt bereits zu Beginn des 19. Jahrhunderts Gedanken der United Nations vorweg.
Die Performance „Zeiten des Lichts“ schwelgt dabei nicht in einer der Komplexität der Welt nicht gerecht werdenden Friedenssehnsucht, sondern lotet differenziert aus, wie eine konkrete Entwicklung zum dauerhaften Weltfrieden durch die unorthodoxen Gedankengänge des romantischen Dichters Jean Paul ganz eigene, inspirierende Ansätze auf diesem Weg formulieren.
Kompositionen Zdraleks für Klavier und Flöte werden dabei im Zusammenspiel mit Martin Seel improvisatorisch aus dem Moment heraus weitergesponnen, in dicht verflochtenen Rhythmus mit darstellendem Spiel und prozesshafter bildkünstlerischer Gestaltung Ponaders. Aus dieser Symbiose von Text inspiriertem Klang, Szene und Bild entstehen eindrucksvolle assoziative Räume, die wiederum vom Publikum der Veranstaltung weitergedacht und –gefühlt werden. Als kräftigende Dosis für das Thema, das uns gerade heute wieder all unserer Kraft bedarf: Der Frieden.
Flötensolowerke von Isang Yun und André Jolivet, die das Thema des Abends aus weiteren Perspektiven beleuchten sowie ein einführendes Künstlergespräch runden den Abend ab.
Maximilian Ponader (Dramaturgie/Performance), Marko Zdralek (Komposition/Klavier) und Martin Seel (Querflöte)
Jean Paul Art Space & Musica Bayreuth –
Avantgardistische Konzert-Lesung zu Jean Paul „Träume & Visionen“
Mit Texten aus
– Quintus Fixlein (Natürliche Magie der Einbildungskraft)
– Hesperus (Traum, dass alle Seelen eine Wonne vernichte)
– Siebenkäs (Rede des toten Christus vom Weltgebäude herab …)
– Unsichtbare Loge (in der Sänfte auf dem Ochsenkopf)
– & Der Komet (Traum über das All)
rezitiert von Wilhelm Herrschel
am Seiler-Flügel = Lorenz Trottmann
Veranstalter: Dr. Clemens Lukas (KulturPartner – Musica Bayreuth)
Friedrichstraße 3, 14.06.2025
Mit Kompositionen von
– Ernst Theodor Amadeus Hoffmann (1776-1822)
– Horst Lohse (1943)
– Franz Liszt (1811-1886)
– Zoltan Kodaly (1882-1967)
– Johannes Amon (1763-1825)
– Robert Schumann (1810-1856)
– Jehan Alain (1911-1940)
– Horst Lohse (1943)
– Alexander Mossolow (1900-1973)
Lorenz Trottmann (Piano) & Wilhelm Herrschel (Rezitation)
© bayreuth.media, Musica Bayreuth
Jean Paul Art Space & Musica Bayreuth –
Jean Paul Superstar – multivisionäre Buchvorstellung mit DJ (14.6.25)
Vor 200 Jahren starb Oberfrankens größter Dichter Jean Paul. Obwohl er zu Lebzeiten genauso berühmt wie Goethe und Schiller war, kennt man ihn heute kaum noch, kaum einer liest seine Bücher. Trotzdem wird er mit dem größten Denkmal Bayreuths mitten in der Stadt geehrt. Das muss geklärt werden: Mit dieser Graphic Novel, die sich auf Jean Pauls Spuren begibt und sein Leben investigativ durchleuchtet.
Wie dachte, lebte und fühlte er, was machte ihn um 1800 bedeutender als Goethe und Schiller? Das erklärt euch JEAN PAUL SUPERSTAR in leichter Sprache – umrahmt von kunstvollen Aquarellen des renommierten Künstlers Yassine Balbzioui. Die Idee stammt vom Melanie Vogt, der Text und die Gestaltung sind von Fergus Wünschmann, das Design vom Baensch Studio, die Übersetzung in einfache Sprache stammt von Philipp Schramm. Die Organisation und Edition übernahm Katharina Fink.
Das Heft ist im Verlag Büro Himmelgrün erschienen und im gut sortierten Buchhandel oder direkt beim Jean Paul Kulturverein Region Bayreuth e. V. erhältlich.
Steingraeber Pianofabrik: Robert Schumann & Jean Paul
„Junge Meisterpianist’inn’en ehren Jean Paul mit Robert Schumann“
2 ½ Jahre nach dem Tod des Dichters besuchte am 5. April 1828 ein glühender Verehrer Jean Pauls Bayreuth und wandelt auf seinen Pfaden:
Es war der 18-jährige Abiturient Robert Schumann, der auch die Witwe in der Friedrichstrasse 5, 1. Stock besuchte und – genau gegenüber dem Rokokosaal des Steingraeber Hauses – in die Bibliothek seines Vorbilds hineinschnuppern durfte. Schon bald darauf verwandelte Schumann die Poesie Jean Pauls in wunderbare Klavierwerke wie den „Carnaval“, die „Papillons“, die „Abegg Variationen“ u. a. m.
Im Sommer 2205 beteiligen sich verschiedene Musikhochschulen mit ihren besten Studierenden an unserem Wettbewerb und bringen diese großartigen Kompositionen zu Gehör.
15. Mai 2025

17. Juli 2025 & . . .
Das ganze Programm finden Sie HIER


Steingraeber Haus
Friedrichstraße 2, 95444 Bayreuth
0921 64049
www.steingraeber.de
www.markgrafenkultur.de (zur Geschichte des Steingraeber-Hauses)
17. August 2025

Das Jubiläumsprogramm für diesen besonderen und außergewöhnlichen Abend im Kammermusiksaal vom Steingraeber-Haus hat Professorin Birgitta Wollenweber auf Anregung von Udo Steingraeber mit Kompositionen im Geiste Jean Pauls zusammengestellt, wobei Robert Schumann im Mittelpunkt stand. Sie zitierte dazu auch aus des Dichters Werken und kommentierte die Begeisterung von Musikern des 19. Jh. für den „musikalischen und bildreichen Jean Paul“.
= Anchang Liang (in chinesischen Wettbewerben ausgezeichnet, später u.a. 1. Preis beim Internat. Robert-Schumann-WB für junge Pianisten, Hannover)
& Odric Aurelian Gaspers (Stipendiat der Carl Bechstein Stiftung und – aktuell – der Stiftung Bad Homburger Schlosskonzerte)
Beide Pianisten sind Preisträger internationaler Klavierwettbewerbe und Studenten an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin – Anchang Liang bei Professor Birgitta Wollenweber, Odric Aurelian Gaspers bei Prof. Konrad Engel.
Prof. Birgitta Wollenweber, Hochschule für Musik Hanns Eisler, Berlin
Die Fotos sind Stimmungsaufnahmen von Karla Fohrbeck.
Die (positive) Rezension des Abends von Dr. Frank Piontek lesen Sie HIER
Professionelles Video zum Abend von Andreas Harbach können Sie hier in Kürze abrufen.
Frank Piontek rezitiert Jean Paul-Texte zum Thema Musik
Michael Dorn begleitet an Orgel & Klavier
(Stadtkirche FR., 1.8.2025, 19 Uhr)
„Warum vergisst man“, schrieb Jean Paul, „dass die Musik freudige und traurige Empfindungen verdoppelt, ja sogar selber erzeugt“. . . Jean Paul war ein sehr großer Musikliebhaber. In einer kommentierten Lesung zum 200. Todestag Jean Pauls präsentierte Dr. Frank Piontek einige Musikszenen und -sätze aus dem Werk des Dichters, zu denen Michael Dorn (an der Orgel und am Klavier) die passende Musik spielte – vor allem von Robert Schumann.





















