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Goldkronach (Stadt)

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Info-Box

Stadt Goldkronach
Marktplatz 2
95497 Goldkronach
09273-984-0
poststelle@goldkronach.bayern.de
www.goldkronach.de

Ca. 3.500 Einwohner, Landkreis Bayreuth

Goldkronach 1721 & heute

Evang. Kirche, tagsüber offen

Ankunft im Ortszentrum, Kirche & Relax-Oase

Der Jean Paul-Weg verläuft – von Bad Berneck und dem Dendrologischen Garten kommend – hoch zum sogenannten Galgenberg und dann bequem und von schönen Fernblicken begleitet am Leisauer Berg mit Blick auf das Leisauer Schloss (ehemaliges Herrenhaus) vorbei und ab Friedhof Goldkronach auf einem Teilabschnitt des Laubenweges hinunter, direkt in die Ortsmitte, zur Kirche, dem historischen Marktplatz und zum Rathaus. Hier fließt die Kronach, die dem Ort seinen Namen gibt.

Dort erlaubt eine große Ortstafel genauere Standortbestimmung und eine der grünen Zitattafeln
(Nr. 96 – der kleine Unterschied) ein kleines Lächeln. Geheimtipp: Hinter der evangelischen Kirche (in der man auch zur Ruhe kommen kann) befindet sich eine Relax-Oase! (Man läuft auf dem Jean Paul-Weg direkt darauf zu.)

Ortsmitte (mit Zitat-Tafel Nr. 96)

Relax-Oase (hinter der Kirche)

Unterkunft, Restaurant & Selbstversorgung in der Ortsmitte

An der Bernecker Straße (Ecke Marktplatz) hat inzwischen das Alexander von Humboldt-Hotel mit Restaurant wieder geöffnet. Es gehört zur Meister Bär Hotelgruppe und nimmt auch gerne Wanderer auf.
Kontakt: Bernecker Str. 4, 95497 Goldkronach | 09273-979-0 | gold@mb-hotel.de | www.mb-hotel.de

Zur Selbstversorgung bieten sich gleich 2 Bäckereien an, die auch belegte Brötchen und Mitnehm-Genüsse parat haben: Beck’s Backstadl (Marktplatz 11, links von der Kirche) offeriert Möglichkeit zum Kaffeetrinken und Essen von allerlei Sweets und Snacks. Im Sommer sitzt man gemütlich draußen am Marktplatz und kann auch eigenes Eis genießen (und behauptet sich damit der saisonalen Eisbar gegenüber in Konkurrenz). Die Bäckerei Beck – mit goldener Bäcker-Brezl als Aushänger – entdecken Sie nicht weit davon, ein paar Schritte nach der Rathausecke (Bayreuther Straße Richtung Kreisel), schräg gegenüber vom Lebensmittelgeschäft Grieshammer. Bei diesem kann man alles kaufen, was man so tagsüber braucht, ebenfalls belegte Brötchen, frisches Obst und Gemüse (denn einen Metzger gibt es im Ort nicht mehr).

Foto: Meister Bär-Hotel

Alexander von Humboldt-Hotel

Foto: Karla Fohrbeck

Ortsmitte (mit Kronach)

Foto: Annette Taubenreuther

Bäckerei & Konditorei Beck

Schloss- & Museumsweg: Rathaus – Autokreisel – Nemmersdorf

Etwas weiter entdecken Sie dann rechts das barocke Schloss, Sitz des AvH-Forums und links, direkt an der Bayreuther Straße, das Goldbergbaumuseum mit Gesteinslehrpfad und Museumsscheune. Vom Kreisel aus östlich wären es dann noch etwa 2 km zum Ortsteil Nemmersdorf mit seiner weithin sichtbaren 2-Türme-Markgrafenkirche und historischem Bierkeller.

Barockchloss & Barockgarten – das Alexander von Humboldt-Kulturforum

Optisches Wahrzeichen von Goldkronach ist nach wie vor das imposante denkmalgeschützte Barockschloss in der Bayreuther Str., das sich in Privatbesitz befindet – von Weitem sichtbar, ab 2004 nach Denkmalschutzrichtlinien sorgfältig restauriert und von weitläufigem Kopfsteinpflaster-Hof und Rosengarten umgeben.

2008 wurde dort von Hartmut Koschyk das „Alexander von Humboldt-Kulturforum Schloss Goldkronach e. V.“ gegründet. Es erreichte regionale und überregionale Strahlkraft für Goldkronach und für Oberfranken. Der Verein hatte es sich zur Aufgabe gemacht, an Leben und Werk von Alexander von Humboldt (1769-1859) zu erinnern, der als preußischer Bergassessor von 1792 bis 1797 in Goldkronach und der Region lebte und dort das Gold- und Erz-Bergbauwesen reformierte. Eine Dauerausstellung in der Eingangshalle des Schlosses bot Informationen rund um den Universalgelehrten, der seine „fränkischen Jahre“ stets als prägenden Ausgangspunkt seines späteren Forscherlebens sah. Denn eigentlich berühmt wurde Humboldt erst durch seine Südamerika-Reisen als Geograf, Naturforscher und Reiseschriftsteller.

Von Beginn an fanden in Schloss Goldkronach alljährlich im Rahmen eines vielfältigen Kulturprogramms Vorträge, Konzerte, kleine Handwerks- oder Genussmärkte statt.                                                                                      Fotos: Karla Fohrbeck

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Vor allem die Kultursommer-Veranstaltungen waren eine Attraktion, bei denen man „Goldkronach leuchtet“ (eine beeindruckende Lichtinstallation an der Fassade des Schlosses), das Internationale Festival Junger Künstler, die Zeitgenossen Alexander von Humboldt & Jean Paul im „Geisterhimmel-Dialog“ als Theaterstück und im Humboldt-Jahr 2019 die Rosentaufe der eigens neu gezüchteten Alexander von Humboldt-Kleinstrauchrose bewundern konnte. Auch präsentierte sich das Forum (und somit auch Goldkronach) in Bayreuth, Berlin, München und andernorts mit Symposien, Vorträgen, Theateraufführungen, Tagesexkursionen und eigenen Publikationen.

Noch mehr leuchten sollte Goldkronach eigentlich durch das Ansinnen, den wundervollen Barock- & Rosengarten am Schlossabhang mit Blick auf das Fichtelgebirge zu einem Museumspark umzugestalten. Aber diese Idee wurde per Bürgerentscheid negativ beschieden und die bereits weitestgehend ausgearbeiteten Pläne eingestampft.

Im Jahr 2024 entschloss man sich zu einer Umbenennung in Alexander von Humboldt-Kulturforum Franken e. V. und verlegte den Vereinssitz zentral nach Bayreuth. So führt man seit der Umfirmierung jährlich auch jeweils eine Veranstaltung in Mittel- und Unterfranken durch, um der Tatsache Rechnung zu tragen, dass der berühmte Gelehrte nicht nur in und um Goldkronach wirkte, sondern ganz Franken bereiste und erforschte. Das umfangreiche, vielseitige Kulturjahresprogramm an verschiedenen Aufführungsstätten bleibt erhalten und alle Informationen rund um den Verein sind zu finden unter www.humboldt-kulturforum.de

Goldkronach & das Goldbergbaumuseum

„. . .in Goldkronach besonders bin ich glücklicher. . .“, schrieb Alexander von Humboldt in einem Brief an Carl Freiesleben, Bayreuth, 20. Januar 1794. Der Universalgelehrte Alexander von Humboldt wohnte zeitweise im heutigen Goldbergbaumuseum. Das Goldbergbaumuseum Goldkronach ist seit über 20 Jahren ein Museum mit Alleinstellungsmerkmal „Goldbergbau“. Über zwei Etagen, im ehemaligen Forstamtsgebäude an der Bayreuther Straße in Goldkronach, können die Besucher in die Historie des Goldbergbaus eintauchen. Bis vor einhundert Jahren wurde im Bereich des heutigen Geotops des Goldberges dieses wertvolle Erz abgebaut, enthalten meist im Quarzgestein. Zunächst war das Goldvorkommen in den nahen Fließgewässern des Weißen Mains, der Kronach und im Zoppatenbach entdeckt worden. Dieses „Seifengold“ – auch Waschgold – wurde dann durch Abbau von Berggold im bergmännisches Verfahren abgelöst.

Heute kann in Besucherstollen dieses Edelmetall entdeckt und die Geschichte des Goldbergbaus rund um Goldkronach nacherlebt werden. Alexander von Humboldt erleichterte den Bergleuten mit seiner Erfindung des „Lichterhalters“ und einer Rettungsmaske in lebensgefährlichen Versuchen die schwere und gefährliche Arbeit. Mittels kurzer Filmspots in sechs Räumen des Museums erleben die Besucher den Goldbergbau im Fichtelgebirge. Das Museum bietet mit vielen Ausstellungsstücken und wertvollen Informationen einen kompletten Überblick über den historischen Goldabbau.

Ein fachlich angelegter historischer Gesteinslehrpfad mit über 30 Exponaten, zum Teil mit bis zu fünf Tonnen Gewicht, ist ganzjährig im Museumsgarten zu besichtigen. Im Museumspavillon können Besucher eine „Wasserhebeanlage“ selbst bedienen und junge Besucher in einer Buddelecke bunte Gesteine ausgraben. Dort finden auch Vorträge statt.

Fotos: Annette Taubenreuther
& Klaus-Dieter Nitzsche

Goldbergbaumuseum, Bayreuther Str. 21
goldbergbaumuseum.de

Museumspavillon im Gesteinsgarten
mit Kinder-Buddelecke

Die Markgrafenkirche im Ortsteil Nemmersdorf – ein Kleinod des höfischen Rokoko

Kirche, Schloss und Pfarrhaus liegen weithin sichtbar auf einer steilen Bergnase am Rande zum Fichtelgebirge. Vom Autokreisel am Ortsausgang von Goldkronach sind es knapp 2 km Entfernung bis Nemmersdorf. Doppeltürme aus dem 13. und 15. Jh. (gotische Fresken im Eingang) rahmen das barocke Kirchenschiff ein. „Eine Dorfkirche als Kleinod des höfischen Rokoko“ – so Karl Sitzmann 1950. 11.000 Gulden hat der Bau damals, 1752-54, unter Markgraf Friedrich (1735-1763) gekostet. Roter Adler und Initiale F am Orgelgehäuse erinnern daran. Wo hohe Hofbeamte standesgemäß residierten, bestimmten Hofbauamt und Hofkünstler das bauliturgische Programm mit. In diesem Fall wirkte Markgraf Friedrich selbst mit, nicht nur im Sinne des landesherrlichen Kirchenregiments, sondern auch aus persönlichem Interesse und Engagement. Der erprobte Ratsbaumeister Johann Georg Hoffmann aus Kulmbach hatte die Baudurchführung.

Reich und kunstvoll ist die Innenausstattung, an der länger gearbeitet wurde und an der viele Hofkünstler beteiligt waren. Der Kanzelaltar von 1763 stammt von Hofbildhauer Johann Gabriel Räntz, wobei das Thema Alter und Neuer Bund rechts und links allegorisch durch zwei weibliche Figuren verkörpert wird. Hofstukkateur Rudolfo Albini greift das Thema in seinen Deckenstuck-Symbolen ebenfalls auf. Im Auferstehungs-Deckengemälde von Hofmaler Friedrich Marian Herold hebt übrigens ein Engel mit den Gesichtszügen von Markgraf Friedrich die Platte vom Grab. Laut Karl Sitzmann diente ein Pastellbildnis des Markgrafen als Vorlage, das Francesco Pavona 1759 von ihm in Bayreuth malte. 8 Kartuschen-Gemälde mit den Leidensstationen Jesu von der Fußwaschung bis zur Kreuzabnahme umgeben Decken und Orgel.

Der Markgrafenkirchen e. V. bietet dazu noch keinen Kurzflyer auf seiner Webseite an, hier dafür der Kirchenflyer des örtlichen Pfarramtes.
Ein Kleinod ist auch die barocke Friedhofskirche von 1765 (mit Kanzelaltar) in Goldkronach selber, welche jedoch nicht öffentlich zugänglich ist.

Ein Teil der einstigen Gestühl-Nummern und die entsprechende Platzbreite wurden bei der letzten Restaurierung rekonstruiert (nach dem Kirchenstuhlrecht von 1770). Zur dreiseitigen Doppelempore gehört die verglaste Adelsloge links vom Altar mit direktem Zugang zum Schloss.
Das Taufholz mit der auffallenden Krone stiftete noch 1782 der letzte Markgraf Alexander (1769-1791).                                                                      Fotos: Karla Fohrbeck

Gold in der Kronach & im Bergwerk – Kartoffeln im Keller

Geopark- & Kellerführungen – im Ortskern, in Nemmersdorf . . .

Die historisch und geologisch sehr interessanten Keller von Goldkronach sind im Zuge von Führungen des Nationalen Geoparks Bayern-Böhmen e. V. zu besichtigen. Die etwa 2-stündige
(7,2 km) Wanderung auf dem Alexander-von-Humboldt-Weg durch das ehemalige Bergbaurevier kann man alleine oder in Gruppe unternehmen, denn er ist hervorragend ausgeschildert und gesichert. Es werden aber auch Führungen angeboten.
Nähere Informationen unter: www.geopark-bayern.de

Foto: Andreas Peterek

. . . & auf dem Alexander-von-Humboldt Lehrpfad

Besuch der Bergwerke und Goldwaschen am Infohaus

Erleben Sie spannende Einblicke in die Welt unter Tage bei einem Besuch unserer historischen Bergwerke. Direkt am Infohaus können Sie selbst aktiv werden und beim Goldwaschen Ihr Glück versuchen – ein Spaß für Groß und Klein! Auf der Internetseite der Stadt Goldkronach können Sie mehr darüber erfahren.

Auf dem Jean Paul-Weg weiter Richtung Bindlach & Bayreuth

Die Verbindungsstraße vom Auto-Kreisel zur ehemaligen B2 im Westen überquert der Jean Paul-Weg nach ca. 300 m in Richtung des ehemaligen Goldwasch- & Badesees Bindlacher Berg und Bayreuth. Heute kann man darin weder Gold waschen noch baden, denn jetzt dürfen die Fische darin schwimmen.  Der eigentliche (bzw. alternative) Wegverlauf wäre vom Marktplatz Goldkronach über die Bachgasse am Festplatz und der Pferdekoppel vorbei (hier nochmal ein herrlicher Blick auf das Schloss Goldkronach) zur o.g. Verbindungsstraße und dem kleinen See.

Foto: Annette Taubenreuther

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Foto: Reinhard Klenke

Gastronomie & Übernachtung

Das wieder eröffnete Alexander von Humboldt-Hotel (mit Restaurant) in der Ortsmitte haben wir weiter oben bereits empfohlen. www.mb-hotel.de
Empfohlen wird auch die Pizzeria „Zum Olli“ (Telefon 09273-5436).
Es gibt viele private Ferienwohnungen, die auf einer Tafel (etwas entfernt vom Ortskern) stehen, jedoch nur ein Bed & Breakfast (bub).
Im Rathaus Marktplatz 2 und Bürgerbüro Marktplatz 4 befindet sich das Tourismus- Büro, das mit Rat und Tat weiterhelfen kann.
Link: gewerbe-tourismus-goldkronach.de

Bürgerbüro & Rathaus am Marktplatz 4 & 2
Foto: Thomas Geißler

Schautafel der Ferienwohnungen
in & um Goldkronach (am Marktplatz)

bub-brandholz.de | Zoppatenstr. 4
. . . hat gute Erfahrung mit JPWeg-Wanderern

Die QR-Tour Bad Berneck & Goldkronach ist eine Tourist-Attraktion für die Region, in deutscher & englischer Version.
Hier handelt es sich um eine App, die „Wandern mit einer multi-medialen Erlebnisreise verbindet“. www.qr-tour.de

Redaktion: Dr. Karla Fohrbeck
Mit Dank an Klaus-Dieter Nitzsche, Annette Taubenreuther & Daniela Deubzer (Poststelle Rathaus Goldkronach) für die Kooperation
Foto Luftbild: Stadt Goldkronach

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