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Der junge Jean Paul wird bekannt . . .
also will man auch wissen, wie er aussieht.

Johann Kaspar Lavater, 1741-1801, hatte für seine ‚Physiognomischen Fragmente’ den bekannten Zeichner, Kupferstecher & Portraitmaler Heinrich Pfenninger zu der jungen Berühmtheit nach Hof geschickt. Dieser fertigte 1797 das Portrait von Jean Paul (im Profil) erst als Zeichnung und danach als Kupferstich. 1798 entstand dann das Ölgemälde-Portrait von Jean Paul (en face) – siehe die folgende Bildkachel in der Portraitserie.

1797. Kupferstich von Heinrich Pfenninger (1749-1815),
Jean Paul Museum der Stadt Bayreuth

1797. Bei E. Hartung: Jean Paul – ein Lebensroman in Briefen.
finden wir eine Zeichnung von Hottinger, die sich offenbar an der Zeichnung von Heinrich Pfenninger orientiert
(aber über Herrn Hottinger wissen wir weiter nichts)

1799. Kupferstich von Friedrich Wilhelm Bollinger (1777-1825)

Der Berliner Kunstprofessor war bekannt für Portrait-Kupferstiche berühmter Persönlichkeiten – meist nach Zeichnungen bzw. Vorlagen anderer Künstler. Hier nutzt Bollinger für seine Profil-Darstellung von Jean Paul die ältere Kupferstich-Vorlage von Heinrich Pfenninger (1797).

1799 war Jean Paul aber 2 Jahre älter geworden und das scheint Bollinger in seinem Portrait-Stich feinfühlig berücksichtigt zu haben. Bollinger hat auch später für die Serie Berühmter Persönlichkeiten einen Jean Paul-Portrait-Kupferstich (aber en face) nach der Vorlage von Heinrich Sintzenich gefertigt. Siehe die folgende Portrait-Bildkachel.

Auch auf dem Buchcover
macht er sich gut . . .

1963. Georg Schneider, Richard Sattelmair:
Jean Paul Friedrich Richter – Bildbuch (Echter Verlag Würzburg)

Auf heutigen Denkmälern reicht ein Scherenschnitt  . . .
& wir erkennen ihn gleich wieder.

2007 wird das Jean Paul-Denkmal auf der Luisenburg enthüllt. Der künstlerische Entwurf stammt von Willi Seiler (Wunsiedel), der das Seitenprofil des Dichters auf der Vorderseite (zur Treppe hin) dem Jean Paul-Porträt von Heinrich Pfenninger von 1797 nachempfunden hat.

Auf den Schlossterrassen am La Spezia-Platz in Bayreuth steht seit 2008 ein Gedenkstein in Form eines Buches mit Schattenriss des 34-jährigen Jean Paul, ebenfalls von Willi Seiler und wieder dem Jean Paul-Portrait von 1797 von Heinrich Pfenninger nachgebildet.