„Aus dem Mond gefallen //
Warum sagen Sie, dass es auf dem Mond kein Wasser gibt?“
Natürlich gab und gibt es auch zuvor und andernorts viele Bildende Künstler & Künstlerinnen, die sich dem Werk von Jean Paul widmeten. Einen Blick auf diese Fülle erlaubten uns schon im Jubiläumsjahr 2013 die Ausstellung und das Buch Jean Paul und die Bilder der Kuratoren bzw. Herausgeber Monika Schmitz–Emans & Wolfram Benda.
Jean Pauls Beziehung zur Welt der Bilder – äußerer wie innerer – ist vielschichtig und hat sein Schreiben stark geprägt. Während sich sein Interesse an konkreten Werken der Bildenden Kunst auffällig in Grenzen hielt, erzählt er doch mehrfach Geschichten über Maler und Verfahren der Bildgenese. Eng damit verbunden ist die Thematisierung und Semantisierung von Sehprozessen und visionären Erfahrungen, von bestimmten Bildtypen und ihren Wirkungen. Was gewinnen nun Bildende Künstler dem Werk eines Autors ab, bei dem Sehen und Bilder eine solche Rolle spielen? Die Rezeption Jean Pauls durch Bildende Künstler hat über 2 Jahrhunderte zu einem breiten Spektrum an bildkünstlerischen Auseinandersetzungen mit seinen Werken geführt. In Einzelbeiträgen vorgestellt wurden 2013 verschiedene Künstler, die mit ihren Arbeiten die Herausforderung der Jean Paulschen Texte angenommen hatten. Zu ihnen gehören u. a. Daniel Chodowiecki, Alfred Kubin, Emil Preetorius, Caspar Walter Rauh, Stephan Klenner-Otto, Paul Mersmann und Rolf Münzner.
In chronologischer Reihenfolge hat Dr. Wolfram Benda 2025 den Band von 2013 durch einen A-Z Essay ergänzt: „Jean Paul im Spiegel seiner bildkünstlerischen Ergänzungen“ (12 Seiten Word, ohne Bildmaterial), den er uns freundlicherweise für diese Webseite zur Verfügung gestellt hat.
40 „grafische Jean-Paul-Begleitungen des 20. und 21. Jh.“ wurden aus seiner umfangreichen und kostbaren Privatsammlung noch einmal vorgestellt und um entsprechende Literaturhinweise ergänzt. Abgedruckt finden Sie ihn inzwischen auch im Band „Meine Feder soll ein Flügel sein“, der zu den Jean Paul-Jubiläumsausstellungen der Staatsbibliothek Bamberg und der Landesbibliothek Coburg im Herbst 2025 erschien (dort mit 12 Abb. Zu Maximilian Karl Neudold, Paul Mersmann, Walo von May, Paul Scheurich, Hans-Joachim Walch, Stephan Klenner-Otto, Rolf Münzner, Hubert Sommerauer, Inka Grebner, Bettina Haller). Er ist in folgende Abschnitte gegliedert:
- Unikale Bücher = 2
- Bücher mit Originalgrafiken (Kupfer, Zink, Holz, Stein, Folie) = 13
- Bücher mit reproduzierten Grafiken (Zeichnungen, Aquarelle, Radierungen, Holzschnitte, Holzstiche, Lithografien) = 20
- Originalgrafische Einzelblätter oder Folgen = 5
HIER zum näheren Studium als PDF
Für das aktuelle (und für lange Zeit wohl letzte) Jean Paul-Jubiläumsjahr 2025 wollte Wolfram Benda aus seiner eigenen großen Grafik- & Kunst-Sammlung – in Kooperation mit dem Kunstverein Bayreuth (Hans-Hubertus Esser & Jens Wagner) – noch einmal eine solche Schau als Ausstellung im Neuen Rathaus Bayreuth zusammenstellen. Das hat sich leider aus versicherungstechnischen und zeitlichen Gründen nicht mehr realisieren lassen.

Paul Mersmann (1929-2017)


Hans-Joachim Walch (1927-1991)







