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Grußwort von Florian Luderschmid

Regierungspräsident von Oberfranken
als Schirmherr des Verbundprojekts Jean Paul-Weg Oberfranken
& des Jean Paul-Jubiläums 2025 zum 21.3.2025 (Jubiläums-Auftakt)

Bayerns größtes Literaturprojekt“ nannte Wissenschaftsminister
Dr. Wolfgang Heubisch den Jean Paul-Weg, der seit 2012 Wanderer und Literaturinteressierte zu den Lebensstationen des oberfränkischen Dichters Jean Paul geleitet. Der Weg führt, ausgehend von Joditz, durch die schönsten Landschaften Oberfrankens: Die Saale entlang, quer durchs Fichtelgebirge, hinab ins Tal des Roten Mains bis zum Felsengarten Sanspareil. Einschließlich lokaler Rundwege, wie es sie in Schwarzenbach an der Saale und in Bayreuth gibt, umfasst die Strecke an die 200 Kilometer.

Literaten- und Literaturwege gibt es auch andernorts, aber an ihnen erfährt man vornehmlich Biografisches. Der Jean Paul-Weg hingegen macht die, die ihn gehen, auch mit des Dichters Geist und Werk vertraut.
Dieses Konzept, das Dr. Karla Fohrbeck und Dr. Frank Piontek entwickelt und viele Begeisterte in der Region umgesetzt haben, ist – wie man nach über einem Jahrzehnt sagen kann – vollauf gelungen.

Ein jeder Wanderweg bedarf der Pflege. Dass der Jean Paul-Weg in gutem Zustand ist, dass beispielsweise beschädigte Tafeln erneuert wurden, verdanken wir den ehrenamtlichen Wegwarten, besonders aber Christian Kreipe vom Fichtelgebirgsverein und Hans-Peter Schmidt, einst Ehrenvorsitzender des Aufsichtsrats der Nürnberger Versicherungsgruppe.

Es ist das große Verdienst des Weges und aller, die an seiner Entstehung und seinem Unterhalt mitgewirkt haben, Jean Paul stärker im öffentlichen Bewusstsein zu verankern. Dieser Autor ist ein Pfund, mit dem Oberfranken wuchern kann. Heuer ist ein guter Anlass, anlässlich seines 200. Todestags wieder vermehrt an ihn zu erinnern.

Gerne habe ich daher die Schirmherrschaft über den Jean Paul-Weg im Gedenkjahr 2025 übernommen. Ich danke allen, die heuer an den großen Schriftsteller erinnern. Allen, die die Begegnung mit ihm an seinen Wirkungsstätten suchen, sei der Weg empfohlen.
Als Wegweiser, auch durch das Gedenkjahr, dient die neugestaltete Website www.jeanpaulweg-oberfranken.de.

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Auftaktveranstaltung Jean Paul-Jahr 2025

Die Auftaktveranstaltung von der Regierung Oberfranken & des Colloquium Historicum Wirsbergense (CHW) im Landratssaal der Regierung setzte den offiziellen Startpunkt für das Jean-Paul-Jahr 2025.

Regierungspräsident Florian Luderschmid, Schirmherr des Jean Paul-Jubiläums, wies auf die zahlreichen kulturellen Veranstaltungen und Aktionen hin, die das Jubiläumsjahr anlässlich des 200. Todestags Jean Pauls begleiten. Er ließ es sich nicht nehmen, nach seinen Einführungsworten die Veranstaltung zusammen mit dem Bass-Sänger Roman-Ruslan Soltys musikalisch zu begleiten (Lieder von Robert Schumann / Heinrich Heine).

Der Vorsitzende des CHW, Bezirksheimatpfleger Prof. Dr. Günter Dippold, beleuchtete in seinem Vortrag „Idyllen im Umbruch“ Jean Pauls Lebensweg. „Geboren als markgräflicher Untertan lebte er lange als Preuße und starb – als Bayer“, so Dippold über Jean Paul.

Eine Gebrauchsanweisung für Jean Paul lieferte Dr. Hans von Trotha: Laut solle man Jean Paul lesen und nicht darauf bestehen, dass sich die Handlung stetig weiterentwickle. „Dann wird man überrascht sein, wie witzig diese Bücher sind“, so Trotha.

Frau Dr. Karla Fohrbeck stellte die neue Internetseite
www.jeanpaulweg-oberfranken.de als Literatur- & Wanderweg vor.

Fotos: Kristina Will, Programmtext: Sabine Kerner (Regierung von Oberfranken)

Danach: Hoppelpoppel & Schnepfendreck-Buffet à la Jean Paul –
inzwischen eine Jubiläumstradition mit Beate Roth (2013-2025)

Aber wohlgemerkt, beim Magnetischen Gastmahl und vielen der zitierten „Gerichte der feinen Küche“ zückt Jean Paul seine spitze Satire-Feder
und geißelt die Dekadenz der Adelshöfe. Also Vorsicht, wenn wir uns dergleichen bei „feineren Gelegenheiten“ unreflektiert so schmecken lassen!
Was würde er selber dazu „philosophieren“?

Regierungsempfang mit Beathe Roth am 21.3.2013 und 21.3.2025

Mehr dazu bei Jean Paul als Genießer

Fotos: Karla Fohrbeck

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