
Info-Box
Tourist-Information Bad Berneck
Marktplatz 21
95460 Bad Berneck
09273 – 574374
touristinfo@badberneck.de
www.badberneck.de
Ca. 4.400 Einwohner, Landkreis Bayreuth
Hier die Links zur virtuellen Wanderung auf dem Jean Paul-Weg.
Bad Berneck gehört zur „Wegstrecke 7: Bischofsgrün bis Bad Berneck“
& zur „Wegstrecke 8: Bad Berneck bis Bayreuth“
Romantisch schon im 18. Jh.
Bad Berneck galt schon am Ende der Markgrafenzeit als romantischer Ort, den Heinrich Wackenroder & Ludwig Tieck auf ihrer Pfingstreise zu Pferde von der Fränkischen Schweiz bis zum Fichtelgebirge als letzte Station 1793 aufsuchten und literarisch bekannt machten. In Stichen und Aquarellen gibt es aus dieser Perspektive eine Fülle von Anschauungsmaterial, denn insbesondere die Burgen taten es den Romantikern an.
Der historische Marktplatz war und ist das Herzstück Bad Bernecks und heute sicher das bekannteste Fotomotiv der Stadt. Mit seiner gepflegten Brunnen- und Gartenanlage und den vielen gastronomischen Betrieben ist er auch das gesellige Zentrum. Der Obelisk-Brunnen ist zur Osterzeit festlich geschmückt und sucht seinesgleichen. Von hier aus sieht man mit dem Schlossturm auch das Wahrzeichen der Stadt.
7 Burgruinen auf einem Hügelweg
Er verbindet einen kleinen Teil der vielen Burgruinen auf den Hügel-Höhen rund um das Ölschnitztal mit der Kurstadt Bad Berneck am Fuße des Fichtelgebirges. Diese werden gerne mit Perlen einer Schnur verglichen, die die Entwicklung des mittelalterlichen Burgenbaus durch verschiedene Epochen abbilden. Auf so engem Raum ist das nicht nur in Bayern einzigartig. Zwei dieser Ruinen sind Nachbarn des Turms auf dem Schlossberg und ein beliebtes Spaziergang-Ziel. Dazwischen liegt mit der (restaurierten) Romantikbühne eine der ältesten Freilichtbühnen Bayerns. Die Bühne wird derzeit leider nicht bespielt.
Kurort Bad Berneck
Aber all diese Besonderheiten sind nicht der Grund, warum die Stadt sich Bad Berneck nennen darf und seit dem 19. Jahrhundert zum begehrten Kurort wurde, lange nach Bad Alexandersbad im Fichtelgebirge, das Markgraf Alexander (1769-1791) noch 1782/83 zu diesem Status erhob. Seit 1857 knüpft Bad Berneck an diese Tradition an, zuerst als ein Molken- und Luftkurort, seit 1930 als Kneippkurort, aber – staatlich genehmigt – darf sich der Ort erst seit 1950 Bad und Kneippsches Heilbad nennen.
Die nostalgisch erinnerte Blütezeit, auch die nach dem 2. Weltkrieg, ist vorbei, erst recht nach dem Ausbleiben vieler Berliner Gäste nach der Grenzöffnung 1989 und einer landesweit und auch regional konkurrierenden Thermen- & Wellness-Kultur. Langsam jedoch ist Bad Berneck als gepflegter und zumindest ambulanter Kur- und Ausflugsort wieder gefragt – als Naherholungsgebiet, für Tagesausflüge, aber auch für Wanderer und Kneipp-Kurgäste von auswärts.
Der ca. 11 km lange Rundwanderweg „Thiesenring“ verbindet diese 7 Burgruinen in einer Wegführung mit großartigen Ausblicken. Die 22 kulturhistorischen Thementafeln weisen auf eine große Vielfalt an Kultur und Natur hin. Der „Weg der guten Gedanken“ rundet den Wandergenuss mit schönen Sinnsprüchen auf ästhetischen Fototafeln ab. HIER der Link.
Die QR-Tour Bad Berneck & Goldkronach ist eine Tourist-Attraktion für die Region, in deutscher & englischer Version. Hier handelt es sich um eine App, die „Wandern mit einer multi-medialen Erlebnisreise verbindet“.
www.qr-tour.de
Parklandschaften in Bad Berneck – vom 18. bis ins 21. Jahrhundert
Die besondere Park- und Kurwald-Landschaft des Ortes war und ist – neben der würzigen Fichtelgebirgsluft – ein entscheidender Faktor für die Attraktivität dieses regionalen Geheimtipps. Die bürgerliche Park-Oase Bad Berneck präsentieren wir hier daher etwas ausführlicher:
– Das romantische Ölschnitztal, einst Perlenbach genannt (mit Exkurs zur markgräflichen Perlenfischerei im 18. Jh.)
– Der exotische Dendrologische Garten im Rotherspark aus dem 19. Jh. (eine Art exotischer Garten für seltene Bäume & Sträucher)
– Der langgestreckte Kur- und Kneipp-Park mit seinen Kolonnaden aus der Bäderarchitektur des späten 19. Jh.
– und letztlich auch: Der Geo- & Ökopark Hartsteinwerke Schicker (21. Jh.)
Ein Klick auf die Bildkacheln – und das Thema präsentiert sich ausführlich.
Dreifaltigkeitskirche – die letzte Markgrafenkirche in der Region
Mitten im Ort auf einem Felsen thront die klassizistische Dreifaltigkeits-Kirche über dem engen Tal, in dem sich der Ort zum Marktplatz und dann wie ein Straßendorf zur B 303 hinzieht.
Die evangelische Dreifaltigkeitskirche in Bad Berneck steht auf einem sehr alten Kirchplatz, auf dem bereits um 1300 eine Nikolaikirche errichtet wurde. Nach Reformation und mehrfachen Bränden entstand zwischen 1796 und 1800 der heutige klassizistische Neubau nach Plänen des Hofbaumeisters Carl Christian Riedel. Der markante Kanzelaltar und der Taufstein stammen vom Marktschorgaster Bildhauer Johann Nestler. Besonders prägend sind die Betonung der Dreifaltigkeit im Baukonzept, die helle Innenausstattung sowie kunstvolle Stuckelemente. Mehrere Renovierungen, zuletzt 1989–91, haben die Kirche in ihrem ursprünglichen Stil erhalten. Sie gilt als eine der letzten Markgrafenkirchen und ist seit 1810 Mittelpunkt des Dekanats Bad Berneck.
Ein Klick auf die Bilder vergrößert diese
Mehr dazu im Flyer Nr. 01 „Dreifaltigkeitskirche – Bad Berneck“ – Markgrafenkirchen e. V.
Fotos: Karla Fohrbeck
Gastronomie – wie es sich für einen Kurort gehört
Bad Berneck ist nicht nur aufgrund seiner außergewöhnlichen Natur und Geschichte bekannt, sondern auch wegen seiner auch heute noch reichhaltigen Gastronomie. Alleine in der Altstadt gibt es derzeit (Stand 2025) 5 Gaststätten, 2 Cafés und eine Eisdiele. Das Angebot umfasst feinste fränkische Küche genauso wie leckere italienische oder asiatische Spezialitäten. Liebevoll eingerichtete Cafés laden zum Verweilen mit Blick auf den Schlossturm ein. Deshalb wurde Bad Berneck 2018 auch als einer von 100 Genussorten in Bayern ausgezeichnet. Eine Übersicht zur Gastronomie findet man HIER



Reiche Auswahl an Übernachtungsmöglichkeiten . . .
Von einem 3-Sterne-Superior-Hotel, über gemütlich eingerichtete Zimmer in Gasthäusern bis zu familiären kleinen Pensionen oder liebevoll ausgestatteten Ferienwohnungen bleiben fast keine Wünsche offen.
Eine Übersicht findet man (immer auf dem akutellen Stand) HIER.
Rechts im Bild: Hotel Lindenmühle & Hotel Bube im Ortszentrum (beide an der Ölschnitz).
Redaktion: Dr. Karla Fohrbeck
Fotos: (soweit nicht anders erwähnt) Florian Fraaß
Dank an Bürgermeister Jürgen Zinnert sowie Gerald Jung & Florian Fraaß von der Tourist-Information Bad Berneck für die gute Kooperation.



















