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Wunsiedel (Stadt)

Info-Box

Tourist-Information Wunsiedel
Maximilianstraße 9
95632 Wunsiedel
09232-602-(0)-162
touristinfo@wunsiedel.de
www.wunsiedel.de

Ca. 9.000 Einwohner, Landkreis Wunsiedel

Hier die Links zur virtuellen Wanderung auf dem Jean Paul-Weg.
Wunsiedel gehört zur „Wegstrecke 4: Bad Weißenstadt am See bis Wunsiedel“ & zur „Wegstrecke 5: Wunsiedel bis Nagel

Jean Paul – der große Sohn der Stadt Wunsiedel

Der Jean Paul-Weg führt – von Bad Weißenstadt und Röslau kommend – durch Wunsiedel und weiter nach Bad Alexandersbad und Nagel.
Da Jean Paul in Wunsiedel am 21.3.1763 geboren wurde, gehört die Stadt zu den prominenten Gedenkorten am Jean Paul-Weg Oberfranken und pflegt dieses in Jubiläumsjahren & bei den Luisenburg-Festspielen, aber auch bei anderen Gelegenheiten – z. B. dem jährlichen Brunnenfest.
Auf unserer Webseite begegnen Sie daher in verschiedenen Kapiteln „unserem“ Jean Paul als Sohn der Stadt Wunsiedel –
und HIER gleich auch die Links dazu:

Wunsiedel – Austragungsort der Luisenburg-Festspiele

Die Luisenburg selber als Freiluft-Theaterattraktion vereint in Werbung, Vergleich und Rückschau viele Superlative auf sich: ältestes Freilichttheater Deutschlands, Deutschlands älteste Naturbühne, eines der größten und schönsten Open-Air Theater in ganz Deutschland,
die schönsten Theaterfestspiele Deutschlands . . . vor der Felsenkulisse des größten Felsenlabyrinths Europas . . . Und wer da einmal unter der riesigen Zelt-Überdachung (von Architekt Frei-Otto) wettergeschützt mit anderen 1900 Theaterfans, dem prachtvollen Farben- und Theaterspiel, den Kletterkünsten und schnellem Aktwechsel auf den unterschiedlichen Spielebenen mitten im Granitfelsen- und Fichten-Panorama zugesehen hat, der/die wünscht sich oft ein Wiederkommen.

Von Ende Mai bis Anfang September begeistern Musicals, Komödien, Klassisches Drama oder Kinder- bzw. Familienstück, Oper und Operette. Die vielen Eigenproduktionen werden durch Gastspiele anderer Bühnen ergänzt. Und mit Luisenburg spezial kommen die Liebhaber von „Extras“, von Kabarett, Konzert, Film- oder Volksmusik, Pop-Bands oder Gesang-Stars auf ihre Kosten. Die durchschnittliche Besucherzahl liegt heute bei knapp 140.000 Besuchern pro Jahr!

Ein Klick auf die Bilder vergrößert diese

1890 wurden sie offiziell gegründet, aber schon lange vorher wurde dort auf dem „alten Theaterplatz“ im Felsenlabyrinth der Luisenburg Theater gespielt. Und auch Jean Paul war damals dabei, als das preußische Königspaar Friedrich Wilhelm III & Luise 1805 nach ihrem Bayreuth-Besuch Bad Alexandersbad und die Luxburg beehrten, die danach in Luisenburg umgetauft wurde. Jean Paul verfasste dazu sogar eine eigene (und für seine sonstige Dichter-Palette eigenartige) Ode, die auch vertont & aufgeführt wurde.

Mehr zur Geschichte der Luisenburg-Festspiele bei wikipediawww.luisenburg-festspiele.de | Fotos: FGV & Karla Fohrbeck

Luisenburg –
alter Theaterplatz

Shakespeare: Sommernachtstraum
(Generalprobe)

Jesus Christ Superstar
(Generalprobe)

Fichtelgebirgsmuseum mit Café (Spitalhof 3)

09232-4948,  DI-SO 10-17 Uhr, Café MI-SO 8.30//10-17 Uhr   info@fichtelgebirgsmuseum.de, www.fichtelgebirgsmuseum.de

Im Stadtzentrum von Wunsiedel befindet sich das Fichtelgebirgsmuseum, 1907 gegründet und „Bayerns größtes Regionalmuseum“. Der Eingang zum mittelalterlichen Spitalhof 3 ist schmal, aber dann öffnet sich der Innenhof mit Kopfsteinpflaster, Bänken und Sitzgelegenheiten vor dem schon morgens geöffneten Café als Oase der Ruhe, in der die Zeit scheinbar stehen geblieben ist. Im Sommer dient er auch als Open-Air-Bühne für die Luisenburg-Festspiele.

Das Museum selber mit seinen vielen Spezialabteilungen verteilt sich rund um den Spitalhof auf insgesamt 9 Gebäude. Dem besonderen Jean Paul-Zimmer sind wir auf unserer Webseite schon begegnet (Link siehe oben). Und auch das Geburtszimmer von Jean Paul (Gedenkstätte am Jean Paul-Platz) wird vom FGMuseum mit betreut (Link siehe oben).

Lassen Sie sich Zeit beim Durchgang, denn die Vielfalt der Räume, Themen, Sammlungen und Einzel-Objekte zur Spital-, Natur-, Regional- und Kulturgeschichte wird Sie überraschen. Handwerkliche Museumswerkstätten und Sonderausstellungen ergänzen das Angebot, das laufend aktualisiert und erweitert wird.                                                                                                                                                                                                             Foto: Tourist-Information Wunsiedel

Markgrafenkirche St. Veit & St. Martin (Maximilianstr. 30)

Kirchen sind auf einer langen Wanderung stets ein besonderer Schutz- und Ruheort. Das trifft in Wunsiedel besonders für die St. Veit-Kirche zu, die im Stadtzentrum direkt an den Jean Paul-Platz mit Jean Paul-Geburtshaus, -Denkmal und -Brunnen anschließt und deren dreigeschossiger Fassadenturm das Stadtbild überragt. Vollendet wurde er 1770 durch ein Obergeschoss, die Turmuhr und den Glockenstuhl (samt „Bekrönung“ mit einer sog. Welschen Haube).

Im Inneren sind aus der Zeit um 1731, als die Saalkirche durch einen Stadtbrand zerstört und danach um 1736-1739 wiederaufgebaut wurde, nur die zweigeschossigen Emporen erhalten. Es ist eines der letzten Werke des markgräflichen Hof- und Landbaumeisters Johann David Räntz. Blitzschlag und Brand von 1903 zerstörten die Orgel und vieles andere, auch die Bemalung. Es ist danach aber gelungen, den Innenraum incl. Deckengemälde mit der Himmelfahrt Jesu „im barocken Markgrafenstil“ komplett zu erneuern, auch in der Farbgebung. Den für die Markgrafenkirchen im 18. Jh. noch typischen Kanzelaltar hatte man aber schon im 19. Jh. wieder in 2 Teile separiert.

Mehr dazu im Kirchenkurzführer Nr. 59 und auf der Webseite des Markgrafenkirchen e.V. | Fotos: Markgrafenkirchen e. V.

Das Wunsiedler Brunnenfest
ein regionaler Magnet

wird alljährlich im Juni am Wochenende vor Johanni gefeiert. Die Brunnen werden mit Blumen, Kränzen und anderen Dekorationen geschmückt und bei Einbruch der Dunkelheit farbig illuminiert. Von Brunnen zu Brunnen wandern die Tausende von Besuchern in kleinen Gruppen bei diesem vergleichsweise „stillen Fest“ durch die für den Verkehr gesperrte Innenstadt und erfrischen sich dazwischen an den vielen Imbiss- und Getränke-Stationen.

35 Brunnengemeinschaften sind jeweils für das aufwändige Schmücken eines Brunnen zuständig. Sie setzen sich aus Vereinen, Anwohnern, Firmen und sonstigen Interessenten zusammen. Auch Kindergärten und Jugendzentren bilden Brunnengemeinschaften, wodurch die Freude an dem Brauch schon früh an folgende Generationen vermittelt wird.

2016 nahm die Deutsche UNESCO-Kommission das Brunnenfest Wunsiedel in das bundesweite Verzeichnis Immaterielles Kulturerbe auf – stellvertretend für diesen Brauch, der vor allem in Bayern und Süddeutschland noch aktiv gepflegt wird.

Foto: Alexander Popp

Katharinenberg-Keller in der Kellergasse

Ein Erlebnis sind auch in Wunsiedel die Kellerführungen, die allerdings 1-2 Std dauern und nur für Gruppen angeboten werden. Taschenlampe und festes Schuhwerk sind zu empfehlen. Voranmeldung bei der Tourist-Info ist erforderlich.

Die Katharinenberg-Keller gehören zur Geschichte und den „Wahrzeichen“ der Stadt. Wie in Bad Weißenstadt sind sie denkmalgeschützt. Die zweite Sanierungsphase der Katharinenberg-Keller ist abgeschlossen. Es wurden nicht alle Keller instand gesetzt, in absehbarer Zeit werden aber keine weiteren Baumaßnahmen stattfinden.

„Bereits 1832 begann der Bau der Wunsiedler Bierkeller. Schon zwei Jahre später zählte die heutige Kellergasse ganze 32 dieser Lagerräume. Der Grund für den plötzlichen Bauboom: die Erfindung untergäriger Biere wie Pils, die eine kühle Lagerung erforderten. Die tief in den Berg gegrabenen Bierkeller befinden sich auf der Bergseite der Kellergasse, gegenüber liegen die kürzeren Kartoffelkeller. Auf nur wenigen hundert Metern reihen sich insgesamt 53 Keller aneinander – so viele wie nirgendwo sonst in Bayern. Mit der Erfindung der Kältemaschine 1876 endete die Bierkeller-Tradition vielerorts. In Wunsiedel jedoch blieb sie bis zur Auflösung der Kommunbrauerei im Jahr 1918 lebendig. Noch bis in die 1990er Jahre dienten die Keller als Lagerstätte für Kartoffeln und Rüben.“

Fotos: Tourist-Information Wunsiedel

Gastronomie & Übernachtung

Redaktion: Dr. Karla Fohrbeck
Mit Dank an Eva Beck, Touristinformation Wunsiedel für die Kooperation

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