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Schwarzenbach a. d. Saale (Stadt)

Info-Box

Stadt Schwarzenbach a. d. Saale
Ludwigstraße 4
95126 Schwarzenbach an der Saale
09284-933–0
www.schwarzenbach-saale.de

Ca. 7.000 Einwohner, Landkreis Hof

Hier die Links zur virtuellen Wanderung auf dem Jean Paul-Weg.
Schwarzenbach a. d. Saale gehört zur „Wegstrecke 2: Hof bis Schwarzenbach (Saale)“ & zur „Wegstrecke 3: Schwarzenbach-Bad Weißenstadt

Schwarzenbach an der Saale – ein historischer Ort

Schwarzenbach an der Saale liegt am Nordrand des Fichtelgebirges: eine kompakte Altstadt rund um Rathaus und Saale mit Cafés, Gaststätten und Biergärten, kurzen Wege und einer guten Anbindung an Rad- und Wanderwege sowie an Bahn/Bus und die Autobahnen A9/A93. Erstmals als „Swertzenbach“ 1322 erwähnt, ist die Ortsgeschichte geprägt von der Nähe zu den Markgrafen und vom Aufschwung im 19. Jh., als Granit- und Porzellanbetriebe sowie Gerbereien und Färbereien an der Saale florierten. Heute verbindet Schwarzenbach historisches Stadtbild, Grünflächen und Flussufer mit einer lebendigen Kultur- und Museumslandschaft. Die Altstadt-Feste im August greifen diese Stimmung und die historische Handwerker-Tradition auch auf.

. . . eine der 4 Jean Paul-Städte in Oberfranken

Wofür Schwarzenbach auch überregional bekannt ist, ist seine lebendige Kunst- und Kulturszene. Beginnen wir mit Jean Paul als „Ortsheiligem“. Denn wie Hof, Wunsiedel und Bayreuth bleibt auch Schwarzenbach seiner Liebe für ihren/unseren Dichter seit Jahrzehnten treu. Da sein Vater von Joditz auf die dortige (besser bezahlte) Pfarrstelle wechseln durfte, verbrachte der 13-jährige Johann Paul hier seine Jugend, bevor er nach Hof aufs Gymnasium ging. Mit 27 Jahren kommt er wieder und verdient sich seinen Lebensunterhalt als Erzieher und Winkelschullehrer. In diesen vier Jahren blieb genug Zeit zur Schriftstellerei, die ihn kurz darauf in eine größere, literaturbegeisterte Öffentlichkeit katapultierte. Jean Pauls Vater wirkte von 1776-1780 hier als Pfarrer und Kantor an der St.-Gumbertus-Kirche. Diese Saalkirche mit Westturm wird als Pfarrei bereits 1322 erwähnt und wurde mehrfach erneuert. Der heutige Bau stammt überwiegend aus dem 19. Jh. Besonderheiten: Die Heidenreich-Orgel sowie der Altar von 1812.

Foto: geomicha

Mehr zu Jean Paul in Schwarzenbach auf dieser Website finden Sie unter folgenden Kapiteln:
A-Z, 8 Lokale Jean Paul-Rundwege zum Jean Paul-Weg Oberfranken: Schwarzenbach a. d. Saale
A-Z, lebendiges Gedenken an Jean Paul in Schwarzenbach a. d. Saale
Auch in den Kapiteln „Jubiläen“ und „Weggeschichte

Stadt am Fluss (Saale) & „Schwarzenbacher Fischflut“

Ein Klick auf die Bilder vergrößert diese

Was mit einer Idee des Schwarzenbacher Künstlers David Kampfmeier im Jahr 2004 begann, ist heute fester Bestandteil des Stadtbildes. Als Anlass für das Kunstprojekt diente das Schwarzenbacher Wappentier, der Fisch. 2005 wurden große Fisch-Rohlinge (aus Rehau) von Pat*innen erworben und künstlerisch gestaltet. Im ganzen Stadtgebiet verteilt stehen die ca. 1 m großen bunten Fischskulpturen auf Stäben, thematisch unterschiedlich bemalt und benannt, darunter auch die Comic-Figur Emil Erpel. Dazu kam später der begehrte Porzellan-Sammlerfisch in jährlicher 100er-Auflage.
Viele Skulpturen wurden im Laufe der Zeit unansehnlich oder beschädigt. 2024/2025 startete daher eine breit angelegte Restaurierung. Der Fischflut-Rundweg ist ausgeschildert und es gibt auch einen Flyer dazu.
Der Saale-Uferweg selber ist ca. 3 km lang und mit 16 Stationen zur Stadtgeschichte ausgeschildert.

Fotos: Leo Johannes Cepera

Kunstgalerie Altes Rathaus . . . die Malerstadt verpflichtet sich

Im Herzen des „Künstlerstädtchens Schwarzenbach“ lädt die Kunstgalerie Altes Rathaus zu wechselnden Begegnungen mit regionaler und überregionaler Kunst ein. Im historischen Obergeschoss des Rathauses entstehen immer wieder neue Blickachsen: Malerei, Grafik, Fotografie, Skulptur – fein kuratiert, nahbar präsentiert und ideal, um Kunst mit einem Bummel über den Marktplatz zu verbinden.
Seit 1997 prägt die Galerie das kulturelle Leben der Stadt. Mehrmals im Jahr zeigen Ausstellungen die Vielfalt der Szene; Gespräche mit Kunstschaffenden, kleine Vernissagen und der traditionsreiche Kunstmarkt im November sorgen für zusätzliche Höhepunkte. So bleibt die Galerie ein lebendiger Ort – für Kennerinnen und Kenner ebenso wie für neugierige Neuentdecker.
Adresse & Kontakt: Marktplatz 5, 95126 Schwarzenbach a. d. Saale · galerie@schwarzenbach-saale.de · Tel. 09284 933-57
Öffnungszeiten: Fr 16–18 Uhr, So 14–16 Uhr sowie nach Vereinbarung.
Homepage: https://kunstgalerie.schwarzenbach-saale.de/

Eine Stadt mit vielen Museen . . .

Erika-Fuchs-Haus – Museum für Comic & Sprachkunst

Deutschlands erstes Comic-Museum würdigt Leben und Werk der legendären Übersetzerin Dr. Erika Fuchs. Originale wie Manuskripte, Schreibmaschine und Notizbuch geben Einblicke in ihre Arbeitsweise; interaktive Stationen machen ihren Sprachwitz erlebbar. Herzstück ist ein begehbares Entenhausen mit Dagobert Ducks Geldspeicher samt Talerbad, Donald Ducks Haus und Düsentriebs Werkstatt. Eine interaktive Karte zeigt die Bezüge zwischen Entenhausen und Oberfranken. Eine Comicbibliothek rundet den Besuch ab.
Adresse & Service: Bahnhofstraße 12, 95126 Schwarzenbach a. d. Saale · Tel. 09284-949812-0
Öffnungszeiten: Di–So 10–18 Uhr (Feiertage geöffnet). Aktuelle Infos, Preise und Veranstaltungen: www.erika-fuchs.de

Traktormuseum am Bahnhof

In der ehemaligen Güterhalle am Bahnhof zeigt das Museum liebevoll restaurierte Traktor-Originale, und zwar von Lanz, MAN & Porsche bis Deutz, Schlüter & Fendt aus den Jahren 1930 bis 1960. Seit 2008 wird es vom Traktor-Kult e. V. betreut & macht die Sammlung Technikgeschichte zum Anfassen erlebbar. Ergänzt wird die Sammlung durch mehr als 800 Minimodelle von Traktoren aus aller Welt.
Kontakt: Bahnhofsplatz 7 | 09284-4479, traktorkult@web.de | Öffnungzeiten: nach Vereinbarung und jeden 1. So im Monat von 10-16 Uhr.

Schul- und Heimatmuseum

Ein komplett ausgestattetes historisches Klassenzimmer & historische Lehrmittel geben Einblick in die Schulgeschichte, wie man sie heute nicht mehr kennt. „Unterricht wie früher“ mit Pulten, Schiefertafeln und Lehrmitteln. Gezeigt wird auch die Stadt-, Wirtschafts- und Vereinsgeschichte von Schwarzenbach a.d. Saale. Die Abteilung Industriegeschichte wiederum bietet interessante Einblicke in die frühere Wirtschaftsstruktur der Stadt, die geprägt war von der Granitverarbeitung, der Porzellanindustrie und der Metallverarbeitung. Authentische Exponate und kleine Mitmachstationen ergänzen das Angebot.
Kontakt: August-Bebel-Straße 30 | 09284-93331 | Geöffnet zu ausgewählten Terminen oder auf Anfrage.

Stegmühle

Die Stadt kaufte die verfallene Mühle und sanierte sie mit Mitteln der Nordostbayern-Offensive: Teilabbruch des Wohnhauses 2021, Generalsanierung 2022/23. Das historische Inventar blieb erhalten. Von der Altstadt führt ein barrierefreier Weg zur Mühle. Remise, Fahrradstellplätze und E-Bike-Ladesäule ergänzen den Platz. Abends sorgt eine Effektbeleuchtung für Einblicke. Die Stegmühle ist an Markttagen & Festen geöffnet, auch im Rahmen von Führungen. Kontakt: Lorenz-Summa-Straße | 09284-93331

Traktormuseum am Bahnhof

Schul- und Heimatmuseum

Stegmühle

Gedenkstätte & Mahnort „Langer Gang“

Der Erinnerungsort an das Helmbrechts-Außenlager des KZ Flossenbürg befindet sich am Schwarzenbacher Bahnhofsplatz 2, hinter dem Evangelischen Gemeindehaus in der Nähe des Bahnübergangs. Der „Verein gegen das Vergessen e. V.“ erinnert in dem kleinen Nebengebäude des Evangelischen Gemeindehauses auch an den Todesmarsch 1945 der 1175 Häftlinge, bei dem über 200 inhaftierte Frauen starben. Er führte vom KZ-Außenlager Helmbrechts durch Schwarzenbach nach Volary in Tschechien. Dazu ist auch eine Dokumentation erhältlich. Klassen und Gruppen können einen Besuch im „Langen Gang“ nach eigenen zeitlichen Vorstellungen vereinbaren. Kontakt: 0160-5518825.

Ausflugs-Tipps in die Natur

Ökopark Hertelsleite

Diesen Ökopark & Naturerlebnispfad (mit seinen 15 Stationen zu Flora, Fauna & Gesteinen) finden Sie bereits auf unserer virtuellen Wanderweg-Beschreibung unter „Wegstrecke 2: Hof bis Schwarzenbach (Saale)“ in Text und Bild. Denn kurz bevor man nach Schwarzenbach kommt, streift man diesen Park mit seinen seltenen Tier- und Pflanzenarten, seinem Insektenhotel und seiner Streuobstwiese mit alten Obst- & Beerensorten.

Förmitzspeicher (Förmitztalsperre)

Der Förmitzspeicher bietet neben Baden und Erholung folgende Freizeitmöglichkeiten: Angeln, Segeln, Surfen, Tauchen. Liegewiese, Lagerfeuermöglichkeit und Gastronomie sind vorhanden, Hunde sind erlaubt. Die Talsperre wurde 1977 fertiggestellt und ist seitdem aus dem Leben der Menschen in der Region nicht mehr wegzudenken. Von Schwarzenbach aus ist der See (Strand-, Natur- und Wassersportrevier zugleich) in ca. 1 Stunde zu Fuß zu erreichen (bzw. 6 Min. mit dem Auto). Am Ostufer liegt das Vereinsgelände des Surfclubs Schwarzenbach-Saale e. V. Der Fischereiverein nutzt das Gewässer regelmäßig. Zugvögel rasten am Ufer und auf der Insel.
Das historische Völkenreuther Wirtshaus (mit Schankstube und Gewölbekeller) sowie die Hütte am Förmitzspeicher (mit Biergarten) – beide am See-Rundweg gelegen – laden zu regionalen Spezialitäten und ggf. Schnellimbiss ein.

Gastronomie & Übernachtung

Ob Café, Biergarten, regionale Küche oder Selbstversorgung – die Auswahl in Innenstadt und Ortsteilen ist vielseitig. Für Übernachtungen empfiehlt sich wegen teils kleiner Häuser die vorherige Anfrage. Im Umland gibt es zusätzliche Optionen. Eine laufend gepflegte Übersicht bieten die städtischen Seiten:

Redaktion: Dr. Karla Fohrbeck
Mit Dank an Michael Lang vom Rathaus Schwarzenbach a. d. Saale & bei Hans-Jochem Wölfel vom Tourismusverein Schwarzenbach a. d. Saale
Fotos soweit nicht anders erwähnt: Stadt Schwarzenbach a. d. Saale

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